Oberfränkische Industrie wächst

Foto: Peter Gisder

Die 830 Betriebe im Bezirk legen beim Umsatz deutlich zu. Bei der Beschäftigtenzahl gibt es Zuwächse vor allem in Kulmbach und Kronach, in Hochfranken aber nicht. Die Stellenstreichungen beim Bayreuther Zigarettenhersteller BAT werden erst in die Statsitik 2017 eingerechnet.

Die Industrie in Oberfranken ist 2016 weiter gewachsen. Die insgesamt 830 Industriebetriebe im Bezirk – sieben mehr als im Vorjahr – erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von 24,1 Milliarden Euro (plus 2,6 Prozent). Besonders legten die Hersteller von Metallerzeugnissen zu, die ihre Umsätze über 34 Prozent steigerten. Deutlich bessere Geschäfte machten zudem die Kfz-Zulieferer. Spürbar ins Minus rutschten die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren, während die anderen Branchen ihre Umsätze in etwa halten konnten. Das geht aus dem von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner vorgelegten Industriebericht hervor.

Oberfranken ist Schlusslicht

Bei der Beschäftigtenzahl verlief das Wachstum etwas langsamer. Insgesamt waren 2016 bei oberfränkischen Industriebetrieben 119 025 Menschen beschäftigt, 798 (plus 0,7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Neueinstellungen gab es vor allem bei den Kfz-Zulieferern (plus elf Prozent) und den Herstellern von Metallerzeugnissen (plus zehn Prozent). Der durchschnittliche Bruttolohn stieg um vier Prozent auf 39 628 Euro. Allerdings sind das noch immer fast 11 000 Euro weniger als der bayerische Durchschnitt.

Beim Beschäftigtenplus war Oberfranken das Schlusslicht unter den bayerischen Bezirken. Spitzenreiter war Oberbayern mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent, gefolgt von der Oberpfalz mit 2,6 Prozent. Der Landesdurchschnitt lag bei 2,1 Prozent. Auch innerhalb Oberfrankens gab es große Unterschiede. So entstanden im Landkreis Kronach 430 zusätzliche Industriejobs (plus 4,4 Prozent), im Landkreis Kulmbach 124 (plus 1,6 Prozent) und im Landkreis Lichtenfels 27 (plus 0,3 Prozent). Zuwächse gab es auch im Raum Bamberg/Forchheim.

Industriebetriebe bauen Jobs ab

Ansonsten bauten die Industriebetriebe fast überall Jobs ab. Die meisten gingen im Landkreis Bayreuth verloren, wo 125 Jobs gestrichen wurden (minus 2,1 Prozent). Im Landkreis Hof sank die Zahl der Industriearbeitsplätze um 91 (minus 0,6 Prozent), in der Stadt Hof um 34 (minus ein Prozent). In Stadt und Landkreis Coburg fielen 104 Jobs weg (minus 0,5 Prozent), im Landkreis Wunsiedel 50 (minus 0,5 Prozent).

Noch unverändert blieb die Zahl der Industriejobs in der Stadt Bayreuth. Die Stellenstreichungen beim Zigarettenhersteller BAT werden erst in die Statistik 2017 eingehen.

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