Ob damit alle Hotelpläne erledigt sind, ist noch unsicher Pegnitz: Bauunternehmer kauft PPP-Gelände

Endlich hat sich ein Käufer gefunden für das brachliegende PPP-Areal. Er stammt aus der Region und will hier wohl im größeren Stil Wonraum schaffen. Foto: Münch

Kaum jemand hat daran geglaubt - und jetzt tut sich doch etwas auf dem Gelände des PPP. Diese drei Buchstaben standen für "Pflaums Posthotel Pegnitz". Nach dem Aus für die Fünf-Sterne-Herrlichkeit und dem Verkauf des Betriebs an die ukrainische Investorenfamilie Salnikov war immer wieder von einem Neubau die Rede. Und damit von einem Neuanfang. Doch alle Pläne zerschlugen sich. Jetzt hat ein Bauunternehmer aus der Region das Areal gekauft: Dieter Hofmann aus Michelfeld. Was dort genau entstehen soll, ist noch ungewiss.'

Den Verkauf bestätigten sowohl Hofmann, Inhaber der Firma HD Bau, als auch Elena Pälmer, seit Jahren als Generalbevollmächtigte der Salnikows in Pegnitz tätig (wir berichteten), im Gespräch mit unserer Zeitung: "Ja, das ist schon notariell beurkundet."

"Das geht in gute Hände"

Pälmer ist überzeugt, "dass das Ganze jetzt in gute Hände übergeht, dass dies eine gute Entwicklung für Pegnitz ist".

Auch betreutes Wohnen?

Sind damit sämtliche Hotelpläne ad acta  gelegt? Wohl schon, sagt Hofmann. Weil man dafür ja auch einen Betreiber bräuchte - und der ist nicht in Sicht. Sein Konzept steht noch nicht endgültig, aber es wird wohl in Richung Wohnbebauung gehen. Mit barrierefreien Räumen bis hin zum betreuten Wohnen, wie es heißt? Da halten sich Pälmer wie Hofmann noch bedeckt.

Salnikov wollte das Thema vom Tisch haben

Fakt sei, so Elena Pälmer: Juri Salnikov, Chef der Investorenfamilie, der ursprünglich als Großunternehmer im Donezkbecken aktiv war und dort nach Ausbruch der Kriegswirren - weil als Russland-freundlich eingestuft - das Weite suchen musste, wollte das Thema PPP zum Jahresende 2016 abgeschlossen wissen. Das ist ihm gelungen. Nächste Woche werden wohl weitere Details bekannt gegeben, der Verkauf beschäftigt am kommenden Mittwoch auch den Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung.

Weichen wird wahrscheinlich auch der noch stehende Bettentrakt des früheren PPP-Komplexes. Den Altbestand, in dem einst der Gasthof Schwarzer Adler und damit der Ursprung des späteren Posthotels untergebracht war, hatten bereits die Salnikovs abreißen lassen - weil die marode Bausubstanz als nicht mehr sanierungsfähig galt. 

 

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