Nur kein Fehlstart Medi-Team will in Jena Lehren aus dem Hinspiel ziehen

Nicht nur in Bayreuth hat sich der nachverpflichtete Reggie Williams (links, im Duell mit De’Mon Brooks) als enorme Verstärkung für Jena erwiesen. Nach einer Verletzungspause ist sein Einsatz allerdings fraglich. Foto: Peter Kolb

BASKETBALL. Nur gut zwei Wochen liegen für Medi Bayreuth zwischen dem zweiten und dem 24. Spieltag dieser Bundesliga-Saison. 15 Tage nach dem 103:78-Sieg im Nachholspiel gegen Science City Jena treffen sich beide Rivalen am Samstag um 20.30 Uhr zum regulären Rückspiel in Thüringen.

Folglich bietet sich dieses Duell mehr als jedes andere dafür an, bei der zweiten Begegnung konkrete Lehren aus der ersten zu ziehen. Und eine solche liegt auf der Hand, wenn man sich an den damaligen Spielverlauf mit schwachem Start (17:28 nach zehn Minuten) und sehr starker zweiter Halbzeit (64:33) erinnert: „Jena beginnt meist mit hoher Intensität, erst recht daheim“, mahnt Medi-Trainer Raoul Korner. „Da dürfen wir nicht unter die Räder geraten.“ Auf diese Weise hat der Drittletzte der Tabelle auch schon manchen Favoriten in Schwierigkeiten gebracht. Bamberg (90:85) und Ulm (85:80) konnten sich am Ende doch noch durchsetzen, Bonn (70:82) nicht.

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Wenn diese erste Hürde überwunden ist, sieht Korner seine Mannschaft aber auf lange Sicht im Vorteil: „Wir müssen das Tempo von Beginn an hoch halten. Dann kommt die Qualität unserer Bank zur Geltung, und wir können im letzten Viertel die Früchte ernten.“ Auch dafür sprechen die Erfahrungen aus dem Hinspiel. „Wir haben am Anfang gesehen, wie stark Jena mit Reggie Williams ist“, sagt Korner über den nachverpflichteten NBA-Veteran, der sich auf Anhieb als erhebliche Verstärkung für das Team mit dem höchsten Durchschnittsalter der Liga erwiesen hat. „Aber er wird nicht die Luft haben für 40 Minuten.“

In Bayreuth schied Williams sogar vorzeitig verletzt aus und stand seither nicht mehr auf dem Feld. Der Medi-Coach wäre allerdings nicht überrascht, wenn der Topscorer am vergangenen Mittwoch bei der 69:83-Niederlage in Frankfurt lediglich für das fünfte Spiel innerhalb von 16 Tagen geschont worden wäre – ebenso wie Julius Wolf: „Ich rechne jedenfalls mit beiden.“

Korner rechnet mit Brooks

Auch auf der eigenen Seite geht der Bayreuther Coach von einer kompletten Besetzung aus, obwohl De’Mon Brooks zuletzt beim 95:80-Sieg gegen Gießen mit einer Handverletzung ausgefallen ist: „Die Hand tut ihm zwar weh, aber dem tut auch noch mehr weh – das ist einfach ein harter Knochen.“ Statt Personalnot zeichne sich sogar eher ein „Luxusproblem“ ab: „Denn Hassan Martin drängt zurück ins Team.“ Der am Fuß verletzte etatmäßige Center sei mittlerweile wieder voll am Training beteiligt und verspreche „spätestens in zwei Wochen“ eine Alternative als dann achter einsatzbereiter Ausländer. Sogar Steve Wachalski, der wegen hartnäckiger Rückenbeschwerden von den bisherigen 22 BBL-Spielen nur neun absolvieren konnte, habe mittrainiert: „Das war für alle Beteiligten überraschend, aber er hat es gut überstanden“, berichtet Korner. „Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, kann das in dieser Saison noch was werden.“

 

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