Neujahrsempfang Manfred Weber kommt nach Thurnau

Beim Neujahrsempfang des Markts Thurnau tritt als Festredner der Europapolitiker und stellvertretende Parteivorsitzende der CSU, Manfred Weber, auf. Foto: dpa/Archiv/Daniel Peter

THURNAU. Einer der mächtigsten Männer in den den Reihen der Christlich-Sozialen-Union kommt nach Thurnau: Manfred Weber, Mitglied des EU-Parlaments, Vorsitzender der EVP-Fraktion und stellvertretender CSU-Vorsitzender.

Der Niederbayer Weber wird beim Neujahrsempfang des Marktes am Samstag, 12. Januar, auftreten. Die Veranstaltung findet von 13 bis 15 Uhr im Kutschenhaus von Schloss Thurnau statt. Der Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) freut sich auf den hochrangigen Besuch. „Plätze werden nicht reserviert“, sagte Bernreuther vorab. „Wer da ist, ist da.“ Wenn Weber zum Jahresempfang der Gemeinde kommt, wird er sich in das Goldene Buch des Marktes eintragen. "Die Bürgerinnen und Bürger des Marktes Thurnau mit seinen Ortsteilen sowie einige geladene Gäste sind zum Jahresempfang herzlich willkommen."

Vom Landtag ins Europaparlament

Wie in einem Video-Porträt auf seiner Internetseite zu erfahren ist, stammt Weber aus Wildenberg in der Nähe der bayerischen Grenze zu Österreich und Tschechien. Als junger Mann setzte er sich für die Katholische Landjugend ein und wurde Mitglied in der Jungen Union (JU). „Hier habe ich gelernt, Ideen zu haben, für eine Idee zu streiten und sie durchzusetzen.“

Von 2003 bis 2007 war Weber, Jahrgang 1972, JU-Landesvorsitzender. Vor einer Menschenmenge zu sprechen, brachte er sich nicht erst in der Politik bei: „Der Manni“ war nämlich Gitarrist und Sänger in der Band Peanuts. Im Alter von 29 Jahren ist Manfred Weber zum ersten Mal in den bayerischen Landtag gewählt worden. Nur zwei Jahre später, im Jahr 2004, entschied er sich für eine Kandidatur für das Europaparlament. Bereits damals sei ihm klar geworden: „Manfred, das ist deine Zukunft.“

Die Gräben überwinden

Seit 2004 sitzt der Niederbayer im EU-Parlament. Europa dürfe „kein Einheitsbrei“ sein, findet Weber. Vielmehr wolle er sich für starke Regionen und den Erhalt ihrer Lebensart einsetzen. „Es ist schlicht gut, Europäer zu sein“ – dieses Gefühl wolle er den Menschen vermitteln. Dafür wolle er dazu beitragen, die Gräben zwischen den Bürgern und Brüssel zu überwinden. „Ich bin mit ganzem Herzen Europäer und möchte Europa den Bürgern zurückgeben.“

Der künftige Kommissionspräsident?

Inzwischen ist der 46-Jährige Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für die nächsten Europawahlen. Sollte er erfolgreich sein, hätte er Aussichten darauf, EU-Kommissionspräsident zu werden.

Mancher wünschte sich Weber jedoch nach Bayern zurück, als es um die Nachfolge von Horst Seehofer als CSU-Vorsitzenden ging. Im Jahr 2015 wurde Weber stellvertretender CSU-Vorsitzender, davor leitete er die Zukunftskommission der CSU.

Ruhig, aber durchsetzungsfähig

Der langjährige CSU-Politiker Alois Glück beschreibt Weber in einem Gespräch mit dem Bayerischen Fernsehen (BR) für die Sendung „kontrovers“ als ruhig, aber durchsetzungsfähig. Mit dem neuen Ministerpräsidenten Markus Söder ist er dem TV-Beitrag zufolge lediglich ein Zweckbündnis eingegangen.

 

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