Neue Krippe ist in Betrieb

Die katholische Kinderkrippe St. Marien in Creußen hat den Betrieb aufgenommen. Foto: Ralf Münch

„Das war eine Höchstleistung“, ist Kindergartenbeauftragte Monika Tischhöfer begeistert. Seit dieser Woche ist die neue katholische Krippe St. Marien in Betrieb und die ersten Kinder kommen. Spatenstich war im vergangenen Juli.

Ein großes Lob verteilt sie an alle Handwerker. Und alle notwendigen Ansprechpartner seien vor Ort gewesen und die Wege somit kurz. So war es möglich, dass der straff geplante Zeitrahmen auch eingehalten werden konnte. Es fehlen lediglich die Türen, Handläufe und ein paar Ausstattungsgegenstände noch, sagt sie.

Kinder gewöhnen sich langsam ein

Die neuen Kinder kommen schubweise bis April, um sich langsam einzugewöhnen. Seit Montag sind es fünf Buben und Mädchen. Die Altersgruppe liegt zwischen neun Monaten und zwei Jahren. Auch neues Personal wurde für die Gruppe eingestellt. Neben einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin kümmert sich noch eine Praktikantin um die Kleinen. Anfangs sind die Kinder nur stundenweise da. Das steigert sich dann je nach Bedarf der Eltern bis zu ganztags.

„Die Kirchengemeinde ist froh, dass der Anbau gemacht werden konnte“, sagt Kirchenpfleger Josef Dostal. Vor acht Jahren, als die erste Krippe gebaut wurde, hatte man dies schon eingeplant und einen Flachdachbau erstellt. So konnte jetzt aufgestockt werden. Die Bauträgerschaft hat die Stadt übernommen, Betriebsträger ist die katholische Kirchengemeinde. Was für Dostal wichtig ist, dass durch die Krippe auch der Bestand des Kindergartens gesichert ist, denn die meisten Buben und Mädchen wechseln von der einen in die andere Einrichtung. Nun ist aber Schluss mit Erweiterung. „Da hätten wir Probleme mit dem Gelände“, sagt Dostal.

Außenanlagen werden noch gemacht

„Der Bedarf steigt in der Kommune weiter“, sagt Bürgermeister Martin Dannhäußer. Momentan wird eine Versorgung an Kinderbetreuungsplätzen in der Krippe von 55 bis 60 Prozent angeboten. Die Gesamtkosten für den Neubau werden etwa zehn Prozent teurer als ursprünglich geplant. „Etwa 530.000 Euro werden es inklusive der Ingenieurkosten, die aber nicht förderfähig sind“, sagt Dannhäußer. Noch sind aber nicht alle Rechnungen da. Auch die Außenanlagen müssen erst noch gemacht werden. Eine offizielle Einweihung wird es deshalb vermutlich auch erst im Mai geben.

Wie mit den Wartelisten umgegangen wird, muss auf Ebene der Verwaltungsgemeinschaft überlegt werden, sagt er, denn in Schnabelwaid soll ja ein neuer Kindergarten entstehen, der dann auch von Kindern aus Creußen besucht werden kann.

Überschaubarer Zeitraum

Und auch Kindergartenleiterin Christine Munsch ist begeistert, dass die neue Einrichtung nun fertig ist. „Die Kinder fühlen sich hier wohl“, hat sie beobachtet. Die ersten beiden Tage waren die Eltern komplett dabei, um den Kleinen die Eingewöhnung zu erleichtern, erzählt sie. Am dritten Tag sind sie mal für zehn Minuten raus gegangen. „Das ist für die Kinder ein überschaubarer Zeitraum, sie merken, die Mama lässt sie gerne da und holt sie auch wieder ab“, sagt Munsch. Diese Sicherheit und Gewissheit seien für die Buben und Mädchen das A und O. Und der Bezug zu den Eltern sei für das Personal sehr wichtig und es könne eine wichtige Basis gleich in den Anfangstagen geschaffen werden, ein Austausch könne stattfinden.

Zaghaft, aber überzeugend

Christoph und Laura sind in der ersten Woche mit ihren Müttern da. Aufmerksam nehmen die beiden Zweijährigen die neue Umgebung wahr, probieren aus. Während Christoph gewissenhaft ein Holzpuzzle zusammensetzt, kaut Laura eifrig an ihrer Brezel. Wie gefällt es ihnen? „Gut“, sagen die beiden Kleinen zaghaft, aber überzeugend.

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