Bei Heinersreuth Millionen für neue Brücke

Bleibt nach dem Neubau nur als Fußgängerweg erhalten: die alte Sandsteinbrücke über den Roten Main. Der Brückenneubau muss allerdings noch warten. Foto: Gabi Schnetter

HEINERSREUTH. Weil sie zu klein und marode ist, hat die Sandsteinbrücke über den Roten Main zwischen Heinersreuth und Cottenbach bald ausgedient. Eine neue Brücke muss her. Aber nicht im nächsten Jahr, sagt man im Landratsamt. Die Kosten werden auf rund dreieinhalb Millionen Euro beziffert.

Bei der Bürgerversammlung in Unterkonnersreuth spricht Volkmar Klatt von einem sensiblen Bereich mitten im Wasserschutzgebiet, in dem man tätig werde. Er fragt, ob man die alte Brücke nicht ertüchtigen könne.

Bürgermeisterin Simone Kirschner verneint, weist aber darauf hin, dass das alte Bauwerk als Fußgängerbrücke stehen bleiben soll. Eine Vielzahl an Behörden müsse außerdem im Vorfeld gehört werden.

Zügig handeln

Einige technische Prüfungen gab es im vergangenen Jahr und auch vor wenigen Wochen. Kirschner machte sich dabei selbst ein Bild vom schlechten Zustand des Bauwerks. Auch Sachverständige sprachen davon, dass zügig gehandelt werden müsse.

Noch keine Gefährdung

Bereits bei der Brücken-Hauptprüfung im letzten Jahr seien Mängel an der Konstruktion des Bauwerkes festgestellt worden. Eine Sonderprüfung heuer habe ergeben, dass sich diese Schäden geringfügig vergrößert haben. „Eine Gefährdung des Verkehrs besteht jedoch nicht,“ so der Pressesprecher des Landratsamtes.

Tonnagenbegrenzung

Um eine weitere Verschlechterung der Bausubstanz jedoch zu vermeiden, sei es zwingend erforderlich, das Bauwerk künftig für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zu sperren. „Die Ausnahmegenehmigungen für die zwei Buslinien können jedoch noch aufrechterhalten werden.“

Zum weiteren Prozedere: „Zurzeit laufen die Vorgespräche für die Planung eines Brückenneubaus. Aufgrund zahlreicher erforderlicher Untersuchungen sind umfangreiche Abstimmungsgespräche mit den Trägern öffentlicher Belange erforderlich. Bei einem Brückenneubau handelt es sich zudem um eine sehr kostenträchtige Maßnahme, die vom Landkreis im Rahmen der verbindlichen Haushaltsvorschriften nur mit Zuwendungen aus dem entsprechenden Förderprogramm durchgeführt werden kann. Inklusive der erforderlichen Straßenanbindung wird mit Kosten in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro gerechnet. Mit einem Baubeginn wird im nächsten Jahr noch nicht gerechnet.“

Die Brücke ist in der Maßnahmenliste im Bereich der Kreisstraßen als eine von 24 Maßnahmen enthalten.

Wenn es dann soweit sei, müsse man sich Gedanken machen, wie der Verkehr bei der Straßensperrung umgeleitet werde, sagt Kirschner. „Wir wollen ja auch nicht, dass unsere Gemeindestraßen dann niedergefahren werden.“

 

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