Nach zehn Wochen Training geht das Kurier-Leser-Team beim Fun Run an den Start Fun Run: Das Leser-Team zieht Bilanz

Freuen sich nach zehn Wochen hartem Training über den Zieleinlauf beim Fun Run (von links): Julia Meyer, Christiane Wölfel, Maria Hennig, Claudia Zörlein, Kurier-Redakteur Thorsten Gütling und Petra Ganzleben. Foto: Andreas Harbach

Fünf Frauen, die alle noch nie eine längere Strecke am Stück gelaufen sind. Dazu ein Trainer, Martin Petzendorfer vom Gesundheitscenter Niklas, und zehn Wochen Zeit. Am Sonntag ging das Kurier-Leser-Team beim fünf Kilometer langen AOK-Fitnesslauf an den Start.

Zu ihrer Zeit von 39 Minuten fällt Claudia Zörlein nur ein Wort ein: „Bombe“. Die 45-Jährige blieb neun Minuten unter der Zeit, die sie sich vor genomen hatte.

Der schönste Moment im Training: „Als mein Mann, der mich regelmäßig beim Training begleitete, eines Tages sagte: ,Dein Tempo passt mir jetzt’.“

Der schwerste Moment im Training: „Zur Qual wurde das Training immer dann, wenn ich an meinen Ritualen nicht festhalten konnte. Wenn ich startete, ohne mich vorher einzulaufen. Wenn das Training in den Alltag gequetscht wurde.“

Der schönste Moment beim Fun Run: „Als ich die Samba-Trommler und meine Familie an der Strecke entdeckte.“

Auf der Zielgeraden habe ich gedacht: „Ich will die 39 stehen haben und hab nochmal Vollgas gegeben.“

 

Christiane Wölfel (45) wollte unter 40 Minuten bleiben und hat das Ziel nach 38 Minuten erreicht.

Der schönste Moment im Training: „Schön war es immer dann, wenn wir uns getroffen haben. Ich fand die Gruppendynamik besonders schön.“

Der schwerste Moment im Training: „Ich war zwei mal krank, habe fast drei Wochen Training verpasst und hatte befürchtet, den Anschluss zu verlieren.“

Der schönste Moment beim Fun Run: „Als ich Teilnehmer des Mittwochs-Lauftreffs vom Röhrensee getroffen habe. Die haben mich mitgezogen.“

Auf der Zielgeraden habe ich gedacht: „Ich war total erleichtert, hatte einen schlechten Tag erwischt. Der Lauf fiel mir wirklich nicht leicht.“

 

Maria Hennig (36) ist „extrem zufrieden“. Den 5-Kilometer-Lauf hat sie in 26 Minuten absolviert.

Der schönste Moment im Training: „Als ich bei einem Intervall-Lauf plötzlich richtig Spaß bekam und merkte, dass ich gerade einen neuen Sport für mich entdecke.“

Der schwerste Moment im Training: „Ich hatte Gewissensbisse, als ich merkte, dass neben Beruf und Familie etwas drittes eine große Bedeutung in meinem Leben einzunehmen beginnt.“

Der schönste Moment beim Fun Run: „Ich habe vom Startschuss bis an den Neptunbrunnen gelacht. Teil eines Laufs zu sein war ein so unglaubliches Gefühl, das ich bisher nicht kannte.“

Auf der Zielgeraden habe ich gedacht: „Nicht mehr viel. Ich hatte Angst, mich zu übernehmen und einfach umzufallen. Ich befand mich in einem Zustand, der mit nichts zu vergleichen ist.“

 

Mit einer Zeit von 27 Minuten hätte Petra Ganzleben nicht gerechnet. Die 52-Jährige wollte einfach nur unter 35 Minuten bleiben.

Der schönste Moment im Training: „Als ich zum ersten Mal gemerkt habe, dass ich tatsächlich fünf Kilometer am Stück laufen kann.“

Der schwerste Moment im Training: „Am Anfang war es eine einzige Quälerei. Es war Winter, es war kalt und es war nass.“

Der schönste Moment beim Fun Run: „Mal mitten auf einer Straße zu laufen, auf der sonst dichter Verkehr herrscht, das fühlte sich schön an.“

Auf der Zielgeraden habe ich gedacht: „Es war eine Erlösung. Der Lauf war anstrengend. Und die Hindenburgstraße hat sich gezogen, obwohl man das Ziel schon vom Marktplatz aus sehen konnte."

 

Julia Meyer war viel schneller unterwegs, als noch im Training. Die 32-Jährige hatte sich 35 Minuten vorgenommen und 34 Minuten geschafft.

Der schönste Moment im Training: „Als ich beruflich mal wieder in Köln war und am Rhein, wo ich seit Jahren die Läufer bewundere, plötzlich selbst zu einem wurde.“

Der schwerste Moment im Training: „Davon gab es viele. Aber meistens hatte es damit zu tun, dass ich nicht recht daran glauben konnte, für diesen Lauf in nur zehn Wochen fit zu werden.“

Der schönste Moment beim Fun Run: „Als der Kopf nach einem Kilometer leer geworden ist und ich einfach nur noch gelaufen bin.“

Auf der Zielgeraden habe ich gedacht: „Endlich vorbei. Die Begeisterung kam erst einige Minuten später, als mir bewusst wurde, dass ich es wirklich geschafft hatte.“

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