Mit fünf Euro Startkapital zum Sieg

Das Team Business Braniac hat den diesjährigen Fünf-Euro-Business-Wettbewerb in Bayreuth gewonnen, von links Tom Trabold, Sören Wiese, Alexander Bader, Leon Semmelrogge und Jennifer Kastner. Foto: Andrea Pauly

Ein Bierlieferservice, eine Kiste gegen den Kater, Obst und Gemüse mit Formfehlern - die Ideen der Studenten im Wettbewerb Fünf-Euro-Business waren kreativ, oft war die Zielgruppe der eigene Freundeskreis. Die erfolgreichste Idee war aber ein Kartenspiel.

Damit haben Alexander Bader, Sören Wiese, Jennifer Kastner, Leon Sellmerogge und Tom Trabold den Wettbewerb gewonnen.

Das sind die Sieger:

Business Brainiac ist ein Spiel, in dem die Mitspieler eine Geschäftsidee, also ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine App, erraten müssen. Das Spiel soll das analytische Denken und Innovationsvermögen schulen und im besten Fall dazu führen, dass der Spieler selbst eine Geschäftsidee entwickelt, die sogar besser ist als die Lösung. Es ist erweiterbar und lässt sich mit gedruckten Karten wie auch als digitale Version spielen.

Das Spiel ermöglicht seinen Erfindern gleich zwei Einnahmequellen: eine über den Verkauf der Karten, die andere über Werbekunden, die mit ihrer Geschäftsidee auf einer Karte genannt werden. Außerdem ist es stetig erweiterbar. Zu klären ist noch, ob das Spiel seinen Namen behalten kann: Ein chinesischer Hersteller hat den Namen bereits registriert.  Unterstützung hatten sie von Andreas Kokott von der Gründerberatung der Uni Bayreuth.Sie erreichten mit 2265 von 3000 möglichen Punkten den ersten Platz im Wettbewerb.

So funktioniert das Spiel:

Auf der Vorderseite jeder Spielkarte steht ein Hinweis, zum Beispiel: "Immer mit Gummi unterwegs". Dann müssen die Spieler erraten, was dahinter steckt. Dafür  dürfen sie nur Fragen stellen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden dürfen. Durch Fragen wie: Besteht das Produkt vollständig aus Gummi? Hält ein Gummiband etwas zusammen? Kann es jeder benutzen? müssen die Spieler das Produkt erraten - in diesem Fall ist es ein Mini-Portemonnaie, das Geld und Karten mit einem Gummiband zusammenhält.

Das sind die weiteren Platzierten:

Auf Platz zwei hat es mit 2075 Punkten die Katerbox geschafft: Sarah Greilinger, Julian Kemkes, Ivo Heusinger, Joscha Franke und Robin Puhlmann packen und liefern Boxen für "den Morgen danach". Drei verschieden große Boxen mit Getränken und Snacks können telefonisch oder online geordert werden und werden dem Verkaterten vor die Haustür geliefert. Platz drei belegt mit 1925 Punkten das Team Fruitfellow, das ein eigenes  Sportgetränk entwickelt hat, das sie in einer heimischen Brauerei produzieren ließen. Dahinter stecken Rebecca Scheibe, Sebastian Reichert und Simon Blöthner.

Das waren die weiteren Wettbewerber:

(in alphabetischer Reihenfolge) Bierkurier - ein Lieferservice für Bier und andere Getränke nach Ladenschluss, Discussgo - eine Internetplattform zum Meinungsaustausch, Herz G'müs - der Verkauf von ausgemustertem Obst und Gemüse zu günstigeren Preisen, My Memory - ein Fotoservice für Veranstaltungen, Sketwork - eine Plattform zum Austausch von Fähigkeiten durch Workshop-Angebote. Nicht alle Projekte rechneten sich. Aber auch die Erkenntnis, dass ein Projekt nicht finanzierbar ist, gehöre zum Wettbewerb, sagte Professor Sebastian Schanz von der Uni Bayreuth in seiner Laudatio.

Die Entscheidung:

Die Jury besteht aus fünf Vertretern der Wirtschaft sowie der Universität. Die Juroren vergeben Punkte in den folgenden Kategorien: Geschäftsbericht, Geschäftsidee, Unternehmensergebnis, Standgestaltung, Interview am Stand und Präsentation vor dem Plenum.

Das ist der Wettbewerb:

Studierende verschiedener Fachrichtungen treten an, um aus einem Startkapital von fünf Euro eine Geschäftsidee zu entwickeln und innerhalb von sieben Wochen auf den Markt zu bringen. Dabei stehen den Gruppen jeweils Paten aus der Wirtschaft zur Seite. Aus dem Fünf-Euro-Business sind in den vergangenen Jahren rund 40 Geschäftsideen umgesetzt worden. Projektträger ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (BBW), Veranstalter vor Ort sind das Betriebswirtschaftliche Forschungszentrum für Fragen der mittelständischen Wirtschaft (BFM) und die Uni Bayreuth. 

 

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