Millionen für Unis und Hochschulen

Insgesamt 12,5 Millionen Euro an Fördergeldern hat das bayerische Wissenschaftsministerium am Freitag an die Hochschulen des Freistaats übergeben. „Die Universitäten und Hochschulen in Bayern sind starke Innovationsmotoren für die Regionen und leistungsfähige Partner für die Unternehmen vor Ort“, wird Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler in einer Pressemitteilung anlässlich der Übergabe zitiert.

Bei einem Festakt übergab er demnach Förderbescheide der EU-Strukturfonds an die Hochschulen in Aschaffenburg, Coburg, Deggendorf, Hof, Ingolstadt sowie an die Universitäten in Bayreuth, Passau und Würzburg. Die Vorhaben der Hochschulen werden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt, wie es weiter heißt.

Mit EFRE-Mitteln können Projekte gefördert werden, die die Hochschulen gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Region realisieren. Über den ESF werden Fördermittel für Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vergeben, um die Beschäftigungschancen der Menschen in Europa zu verbessern. Im Mittelpunkt der Initiative im Hochschulbereich steht die verbesserte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft.

2,4 Millionen Euro für die Uni Bayreuth

Die Universität Bayreuth erhielt rund 2,4 Millionen Euro für drei Projekte. Eines ist das ESF-Projekt „HiPerSim4all – High Performance Simulation für alle“. Die Simulation von Verfahren und Prozessen spielt in der modernen Produktentwicklung eine Schlüsselrolle (Stichwort: Digitaler Zwilling). Durch „HiPerSim4all“ würden die beteiligten Firmen an die neuen Technologien mit netzbasierten Wissenstransfer und praktischen Anwendungen auf einem projekteigenen Rechencluster herangeführt.

Beim zweiten handelt es sich um das ESF-Projekt „Digitale Transformationswerkstatt“. Das Projekt möchte Wissenstransfer-Netzwerke zur Qualifizierung von Mitarbeitern kleiner und mittelständischer Unternehmen für die digitale Transformation einführen.

Das dritte ist das EFRE-Projekt „Energieeffiziente Wärmebereitstellung - Initiative Oberfranken (EWIO)“. Die Wärmebereitstellung im privaten Sektor birgt ein beträchtliches Potenzial im Hinblick auf Primärenergieeinsparungen und die Senkung klimarelevanter Emissionen. Das Projekt „Energieeffiziente Wärmebereitstellung - Initiative Oberfranken“ (EWIO) stellt einen Technologietransfer zwischen der Universität Bayreuth und oberfränkischen KMU im Bereich des Leitungsbaus sowie der Energie- und Gebäudetechnik dar. EWIO führt zu einem besseren Grundverständnis des Zusammenspiels und der gegenseitigen Beeinflussung der Wärmebereitstellung und des Verteilungssystems.

Gemeinsames Projekt mit der Hochschule Coburg

Mit 2,8 Millionen Euro förderte das Wissenschaftsministerium ein gemeinsames Projekt der Universität Bayreuth und der Hochschule Coburg. Das EFRE-Projekt „Roadmap zur flexiblen Fertigung individueller Produkte“ hilft KMU dabei, ihre Produkte flexibel und kundenindividuell zu gestalten und wirtschaftlich zu produzieren.

Die Hochschule Hof erhielt 800.000 Euro für ihr EFRE-Projekt „Die Zukunft: Textilindustrie 4.0“ Die Hochschule Hof möchte durch dieses Projekt insbesondere KMU im Bereich der Textilindustrie in Oberfranken und darüber hinaus noch intensiver unterstützen. Kernziel ist es, Maßnahmen für die industrielle Revolution 4.0 zu erarbeiten und zusammen mit Industriepartnern umzusetzen.

 

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