Michael Schoberth besprüht Mauer neben Kunstmuseum Bayreuther Sprayer siegt bei Graffiti-Wettbewerb

Michael Schoberth liebt Spraydosen. Seit 20 Jahren malt der Bayreuther Graffiti. Eine seiner Arbeiten wurde jetzt gewürdigt: Der 41-Jährige ist einer der Gewinner des Graffiti-Wettbewerbs, ausgerichtet vom Kunstmuseum Bayreuth. Drei Fragen an den Bayreuther Sprayer.

Herr Schoberth, Sie machen seit 20 Jahren Graffiti und leben auch davon. Haben Sie schon mal was gewonnen?
Michael Schoberth: Nein. Ich habe aber vorher auch noch nie an einem Wettbewerb teilgenommen. Ich wollte immer Aufträge machen, das war mir wichtiger. Ich habe mich nie darum bemüht, der Beste zu sein.

Das Thema des Wettbewerbs lautete „schwarz &weiß“ und musste an die laufende Ausstellung von Marcello Mordandini angelehnt sein. Wie haben Sie das Thema umgesetzt?
Schoberth: Ich habe das Thema sogar ziemlich genau umgesetzt. Zwei Werke von Morandini haben mir besonders gut gefallen: einmal eine Tasse, die für Rosenthal konzipiert wurde und eine Skulptur aus Plexiglas. Beides habe ich miteinander kombiniert und auf Graffiti-Style hingetrimmt. Jetzt hoffe ich, dass ich bis Freitag fertig werde und das Wetter mich nicht im Stich lässt.

Bayreuth hatte Anfang der 80er-Jahre eine große Graffiti-Szene. Ist das heute auch noch so?
Schoberth: Ob sie noch genauso groß ist wie früher, kann ich nicht sagen. Ich war eine zeitlang aus der Szene draußen. Aber was ich so von anderen höre, klingt positiv. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es wieder mehr Leute in Bayreuth gibt, die sprühen und auch Talent haben.

Info: Michael Schoberth hat auch ein Händchen für Bewegbilder. Als feier Kameramann arbeitet er für diverse TV-Sender, unter anderem auch für unseren Web-Kanal Kurier-TV.

Ein Video über Michael Schoberth und sein Sieger-Graffito:

 

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