Metaller-Warnstreiks erfassen Oberfranken

Metaller machen Druck: Warnstreiks sind auch in Oberfranken angekündigt. Foto: Marijan Murat/dpa

Der Warnstreik der IG Metall erreicht Oberfranken. Vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde an diesem Donnerstagnachmittag in Böblingen in Baden-Württemberg rief die Gewerkschaft erneut zu Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf.

In Oberfranken rief die Gewerkschaft unter anderem die Beschäftigten bei KSB in Pegnitz, Kennametall in Mistelgau, Glen Dimplex in Kulmbach, ZF in Bayreuth, Bosch in Bamberg, Valeo in Bad Rodach, ABM Greiffenberg in Marktredwitz zu Warnstreiks auf. Für 13 Uhr ist bei Kennametal in Mistelgau eine Kundgebung angekündigt.

Größter Streitpunkt zwischen den Tarifparteien ist die Gewerkschaftsforderung nach einem Recht auf eine befristete 28-Stunden-Woche, teilweise mit Ausgleichszahlungen. Diese sehen die Arbeitgeber als rechtswidrig an, weil sie eine Ungleichbehandlung gegenüber Beschäftigten, die bereits in Teilzeit sind, bedeuteten.

Außerdem will die IG Metall sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten der Branche. Hier haben die Arbeitgeber bislang zwei Prozent geboten. Sie fordern außerdem, dass mehr Beschäftigte als bislang länger als 35 Stunden pro Woche arbeiten dürfen.

Die Arbeitgeber deuteten zuletzt Kompromissbereitschaft an. Bei den Arbeitszeiten "brauchen wir Öffnungen nach oben", dann seien auch Öffnungen nach unten möglich, sagte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Südwestmetall, Stefan Wolf, am Donnerstag im "Morgenmagazin" der ARD.

Der Verhandlungsführer der IG Metall in Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, betonte im "Morgenmagazin", die Gewerkschaft stelle keine illegalen Forderungen. Sie wolle den Anspruch auf "kurze Vollzeit" für Beschäftigte auch, damit Partner in einer Familie sich die Arbeit gerechter aufteilen können.

(Mit Material von afp)

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