Medi-Team verliert in letzter Sekunde

Mit Einsatz in der Verteidigung arbeiteten die Bayreuther den anfänglichen hohen Rückstand ab. Hier erschwerten De’Mon Brooks (Nr. 24), Javon McCrea (Nr. 12) und Nate Linhart (Nr. 8) den Wurf für Paul Biligha. Foto: Sven Ammon

Wieder einmal ist Medi Bayreuth für einen schlechten Start bestraft worden. Im Champions-League-Spiel beim italienischen Meister Reyer Venedig kämpfte sich der Bundesliga-Dritte gestern Abend zwar vom anfänglichen 2:18-Rückstand ganz allmählich bis zum 67:67-Ausgleich heran, aber in buchstäblich letzter Sekunde musste er dann doch den K.-o.-Schlag zum 67:70 (30:41) hinnehmen und verlor damit in diesem Wettbewerb zum dritten Mal in Folge.

Drei Tage nach dem glänzenden Start als Basis für den Sieg im Bundesligaspiel gegen Alba Berlin begann die Partie für die Bayreuther sogar schlechter als alle anderen dieser Saison. Fast fünf Minuten lang mussten sie auf ihren ersten Punkt warten und lagen zu diesem Zeitpunkt schon mit 0:12 zurück. Und weil die ebenfalls nicht glanzvoll gestarteten Gastgeber damit ihren Rhythmus gefunden hatten, stand es eine Minute später gar 18:2.

Robin Amaize sammelt 18 der ersten 35 Medi-Punkte

Der lange Zeit einzige Impuls im Bayreuther Spiel ging von Robin Amaize aus. Mit seinem Tempospiel und seinem Zug zum Korb erzielte er nicht nur die ersten sieben Medi-Punkte, sondern ragte auch noch in der Halbzeitbilanz mit 13 Zählern heraus (6/7 Würfe. Sogar noch in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit war Amaize für mehr als die Hälfte der Ausbeute seines Teams verantwortlich: Sein Freiwurf zum 35:47 markierte seinen 18. Punkt.

Punktloser Gabe York nicht mehr eingesetzt

Bis dahin hatten sich die Bayreuther Fortschritte ansonsten auf eine kämpferische Steigerung in der Defensive und beim Rebound beschränkt sowie offensiv auf gewonnene Zweikämpfe von Andreas Seiferth unter dem Korb. Von außen gelang dagegen wenig, und zudem wurde der Spielfluss wiederholt durch grobe Ballverluste gestört. Bastian Doreth konnte als Spielmacher der Startformation diesmal nicht viele Akzente setzen. Vor allem aber fiel Gabe York derart vollständig aus, dass der etatmäßige Topscorer in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr zum Einsatz kam.

Trotz aller Missgeschicke kämpften die Bayreuther aber unermüdlich und störten damit auch immer offensichtlicher den Spielfluss der Italiener. John Cox krönte die Aufholjagd sechs Sekunden vor dem Ende mit dem ersten Ausgleich zum 67:67, doch in der letzten Sekunde traf Gediminas Orelik mit einem Dreier zum Sieg für die Gastgeber.

Statistik

Reyer Venedig: HAYNES (5 Punkte / 26:09 Min. Einsatzzeit / Plus-Minus-Bilanz: 9), PERIC (7 / 19:31 /14), Johnson (8 / 21:04 / -16), BRAMOS (3 / 28:47 / 12), DeNicolao (1 / 13:55 / -6), JENKINS (6 / 19:04 / 19), Orelik (12 / 20:35 / 10), Bolpin, Ress (3 / 3:45 / 4), Biligha (12 / 16:10 / -6), Cerella (2 / 10:58 / -9), WATT (11 / 19:58 / 2); Feldwurfquote: 23/61 (38 Prozent), davon 8/31 Dreier (26 Prozent): Orelik (3/7), Johnson (2/7), Bramos (1/3), Jenkins (1/3), Haynes (1/5); Freiwürfe: 16/22 (73 Prozent); Rebounds: 27 defensiv, 12 offensiv (Peric 5/3).

Medi Bayreuth: Robinson (5 / 21:08 / 10), Cox (5 / 19:53 / 11), LINHART (8 / 27:38 / -6), DORETH (0 / 18:29 / -15), SEIFERTH (14 / 31:29 / -2), McCrea (0 / 4:15 / 0), Wachalski (7 / 14:42 / 1), Amaize (22 / 25:14 / 3), BROOKS (6 / 25:57 / -4), YORK (0 / 11:10 / -13); Feldwurfquote: 28/66 (42 Prozent), davon 4/18 Dreier (22 Prozent): Linhart (2/3), Cox (1/1), Wachalski (1/3); Freiwürfe: 7/10 (70 Prozent); Rebounds: 29 defensiv, 12 offensiv (Seiferth 6/4).

SR: Aunkrogers (Lettland), Vitkauskas (Litauen), Bijedic (Bosnien-Herzegowina); Zuschauer: 3285.

Stationen: 12:0 (5.), 18:2 (6.), 23:7 (7.), 23:17 (1. Viertel), 23:21 (11.), 31:22 (14.), 31:28 (15.), 38:28 (19.), 41:30 (Halbzeit), 47:34 (23.), 47:42 (25.), 53:49 (28.), 56:51 (3. Viertel), 67:61 (37.), 67:67 (40.), 70:67 (Ende).

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