Medi-Team gewinnt in Erfurt mit 82:65

Hauptverantwortlicher für die Bayreuther Überlegenheit unter den Körben war Assem Marei (links). Johannes Richter (rechts) war nicht der einzige Gegenspieler, der mit der Bewachung des Centers überfordert schien. Foto: Peter Kolb

Medi Bayreuth hat die Position auf den Playoff-Plätzen der Bundesliga gefestigt. Nach dem 82:65 (40:36)-Sieg am Sonntagabend bei den Rockets in Erfurt gehört der letztjährige Tabellenvierte zu vier punktgleichen Mannschaften, die auf den Rängen vier bis sieben um den Heimvorteil in der ersten Runde kämpfen.

Erwartungsgemäß fiel der Sieg beim eifrigen Neuling nicht ganz leicht. Nach zehn Minuten lagen die Bayreuther sogar noch mit 20:22 im Rückstand. Zwar deuteten sich ihre Vorteile unter den Körben schon an, aber der ebenso schnelle wie treffsichere Rockets-Spielmacher Jerome Randle hielt mit elf Punkten dagegen.

Allmählich wurde die Überlegenheit des Medi-Teams auf den großen Positionen aber mehr und mehr zum verlässlichen und letztlich entscheidenden Faktor. Verantwortlich dafür war vor allem die starke Leistung von Assem Marei, der zur Wende im zweiten Abschnitt allein neun Punkte und sechs Rebounds beitrug. Bei Halbzeit hatte er schon 13 Zähler gesammelt, und sein Double-Double hatte er schon nach 30 Minuten mit 16 Punkten und elf Rebounds unter Dach und Fach. Als der Ägypter mit vier Fouls auf der Bank saß, zeichnete sich De’Mon Brooks mit zehn Punkten im letzten Viertel aus.

Nach dem dritten Viertel nicht mehr in Gefahr

So entwickelte sich der Spielverlauf doch recht beständig zugunsten der Bayreuther, obwohl sich der spielerische Glanz in Grenzen hielt und die Fehlerquote phasenweise kaum geringer war als bei den Gastgebern. Der 5:0-Start der Rockets ins dritte Viertel zur 41:40-Führung erwies sich als Strohfeuer. Die Bayreuther antworteten mit einer 13:2-Serie zur ersten zweistelligen Führung mit 53:43 (28.), und danach geriet ihr Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

In dieser wichtigen Phase hatte James Robinson einige starke Szenen, und John Cox wurde zunehmend zur wertvollen Ergänzung auf den Guard-Positionen. Da sich die Gäste zudem insgesamt in der Defensive steigerten, wuchs ihre Führung stetig bis zum endgültig vorentscheidenden 67:50 (33.) an. Dass gar nicht wenige Bayreuther im Angriff eher unter ihren Möglichkeiten blieben (York, Linhart, Seiferth, Amaize, Doreth), fiel dabei gar nicht stark ins Gewicht.

Das wurde auch dadurch ausgeglichen, dass bei den Rockets ebenfalls nicht alle Leistungsträger überzeugten. Vor allem der Beitrag von Andreas Obst (0/6 Dreier) wurde bei der Korbausbeute vermisst.

Statistik

Rockets Gotha/Erfurt: OBASOHAN (11 Punkte / 31:59 Min. Einsatzzeit / Plus-Minus-Bilanz: -11), Taylor (1 / 6:15 / -8), Schmidt (7 / 20:28 / -10), Wimberg (0 / 18:21 / 1), Richter (1 / 14:25 / -8), RANDLE (22 / 27:53 / -8), Zylka (0 / 3:29 / -7), LESIC (17 / 30:39 / -18), OBST (4 / 26:18 / -10), Dizdarevic (0 / 3:51 / -2), Watts, STANIC (2 / 16:22 / -4); Feldwurfquote: 23/53 (43 Prozent), davon 5/19 Dreier (26 Prozent): Randle (3/4), Obasohan (1/2), Schmidt (1/2); Freiwürfe: 14/19 (74 Prozent); Rebounds: 24 defensiv, 4 offensiv (Lesic 7/1, Richter 3/1); Ballgewinne: 7; Ballverluste: 18 (Obasohan 4, Obst 4); Assists: 16 (Obasohan 4); Effektivität: 64 (Randle 23, Lesic 19, Obasohan 9, Schmidt 7, Wimberg 6).

Medi Bayreuth: ROBINSON (14 /27:59 / 15), Cox (11 / 19:14 / 13), LINHART (3 / 25:34 / 7), Doreth (0 / 12:01 / 2), SEIFERTH (6 / 15:30 / 0), Wachalski (6 / 22:30 / 14), Amaize (4 / 15:15 / -1), Perschnick, BROOKS (15 / 18:42 / 8), YORK (6 / 24:09 / 12), Adler (0 / 1:17 / 1), Marei (17 / 17:49 / 14); Feldwurfquote: 28/60 (47 Prozent), davon 9/25 Dreier (36 Prozent): Wachalski (2/5), York (2/8), Cox (1/2), Linhart (1/2), Amaize (1/2), Robinson (1/3), Brooks (1/3); Freiwürfe: 17/23 (74 Prozent); Rebounds: 27 defensiv, 10 offensiv (Marei 9/4, Brooks 3/4, Seiferth 4/1); Ballgewinne: 11; Ballverluste: 15 (Linhart 3, Doreth 3, York 3); Assists: 19 (Linhart 5, Robinson 3); Effektivität: 100 (Marei 23, Brooks 18, Robinson 14, Cox 13, Seiferth 12).

SR: Krause, Straube, Groll; Zuschauer: 2077.

Stationen: 3:9 (2.), 12:12 (6.), 20:18 (10.), 22:20 (1. Viertel), 23:27 (14.), 30:34 (17.), 32:40 (19.), 36:40 (Halbzeit), 41:40 (32.), 43:51 (35.), 43:53 (38.), 48:59 (3. Viertel), 50:67 (33.), 55:67 (34.), 61:78 (37.), 65:82 (Ende).

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