Medi-Team beim Finalisten der Vorsaison

Europäische Extraklasse: Mit Gasper Vidmar spielt bei Banvit Bandirma der Center der slowenischen Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft dieses Jahres in der Türkei den Titelgewinn gefeiert hat. Foto: Imago

Am vierten Spieltag der Champions League muss Medi Bayreuth schon zum dritten Mal auswärts antreten. Dabei steht der noch ungeschlagen an der Tabellenspitze der Gruppe C liegende Neuling am Mittwoch um 18.30 Uhr (20.30 Uhr Ortszeit) bei Banvit Bandirma in der Türkei vielleicht vor seiner bisher schwersten Prüfung.

Schon die Anreise dürfte anstrengender sein als zu allen anderen Gegnern in der „touristisch“ überaus reizvollen Gruppe. Schließlich folgt nach dem Flug nach Istanbul erst noch eine Fahrt mit der Fähre über das Marmarameer in die knapp 150 000 Einwohner zählende Hafenstadt am südlichen Ufer. Und am Ziel steht dann auch noch eine besonders hohe sportliche Hürde im Weg. Immerhin kam Banvit Bandirma in der vergangenen Saison bis ins Finale der Champions League und unterlag dort gegen Iberostar Teneriffa nur knapp mit 59:63.

Korner: „Eine Macht unter den Körben“

„Das ist auch in diesem Jahr ein Kandidat für das Final-Four-Turnier“, sagt Medi-Trainer Raoul Korner über den letztjährigen Tabellenfünften der Türkei. In der heimischen Liga ist Banvit mit 2:2 Siegen zwar durchwachsen gestartet, aber auf internationalem Parkett hat der letztjährige Finalist seine Playoff-Ansprüche schon wieder angemeldet. Eine makellose Bilanz hat lediglich der unglückliche Start verhindert, als die Partie beim italienischen Meister Venedig nach drei Verlängerungen (!) mit 101:108 verloren ging. Gegen Olimpia Ljubljana hatten die Türken dann mehr Glück in der Verlängerung und setzten sich mit 87:83 durch, ehe sie zuletzt bei AEK Athen mit 74:70 gewannen.

„Vor allem ist das eine Macht unter den Körben“, beschreibt Korner die Spielweise der Gastgeber. „Da geht es enorm physisch zu.“ Dafür garantiert vor allem Gasper Vidmar: Der 2,12 Meter lange 30-Jährige hatte als Center der Startformation wesentlichen Anteil daran, dass die Nationalmannschaft Sloweniens bei der Europameisterschaft dieses Jahres den Titel gewann. In den bisherigen drei internationalen Saisonspielen sammelte er durchschnittlich 12,7 Punkte und 6,7 Rebounds.

Zweifel am Einsatz von Jake Odum

Ihm zur Seite stehen der ebenfalls international sehr erfahrene Pole Damian Kulig (30; 207 cm) sowie der bewegliche Amerikaner Angelo Caloiaro (28; 203), der zwischen 2013 und 2015 in der Bundesliga beim Mitteldeutschen BC und in Bonn einen starken Eindruck hinterlassen hat. Sogar noch zwei weitere Ausländerstellen im Banvit-Kader werden von früheren BBL-Akteuren besetzt: Neben dem Kanadier Andy Rautins, der sich in der Saison 2013/14 bei den Skyliners Frankfurt trotz Verletzungspechs als Scharfschütze von der Dreierlinie hervorgetan hat, steht aus Bayreuther Sicht natürlich Jake Odum (26; 191 cm) im Blickpunkt.

Der amerikanische Spielmacher und Topscorer des Medi-Teams in der Spielzeit 2015/16, der anschließend für Würzburg gespielt hat, stand zuletzt beim 75:72-Sieg gegen Trabzonspor allerdings nicht im Kader. Gerüchteweise wird über ein bevorstehendes Ende der Zusammenarbeit spekuliert, obwohl Odum innerhalb der türkischen Liga der erfolgreichste Punktesammler seines Teams ist (16,7 pro Spiel). In der Champions League benötigte er für seine 9,3 Punkte pro Spiel allerdings ein paar Würfe zu viel (2/13 Dreier).

Robin Amaize wird erneut fehlen

In jedem Fall wird sich das Medi-Team auf viel harte Arbeit an beiden Enden des Spielfelds einstellen müssen, und dabei wird die Besetzung erneut nicht komplett sein. „Robin Amaize wird sicher fehlen“, berichtet Korner über den Flügelspieler, der wegen eines Bänderanrisses im Fuß bereits im BBL-Spiel gegen Gießen (96:75) aussetzen musste. John Cox werde dagegen mitreisen: „Wenn sein Rücken nicht schlimmer wird, kann er uns hoffentlich wieder ein paar Minuten geben.“

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