Medi-Team auch gegen Radom klarer Favorit

Kevin Punter (links, im Duell mit Venedigs Michael Jenkins) ist der herausragende Spieler im Team von Rosa Radom. Mit 18,0 Punkten pro Spiel ist der Shooting Guard viertbester Scorer in der Champions League. Foto: Newspix/imago

Wie bereits am Wochenende in der Bundesliga beim 93:72-Heimsieg gegen Aufsteiger Gotha geht Medi Bayreuth auch am Mittwoch in der Champions League als klarer Favorit in die Partie gegen Rosa Radom (20 Uhr, Oberfrankenhalle). Die Polen sind mit nur einem Sieg aus sieben Spielen Schlusslicht in Gruppe C.

Die Bayreuther indes liegen mit einer Bilanz von 4:3 Siegen als Fünfter aussichtsreich im Kampf um einen der ersten vier Plätze, die im Frühjahr 2018 zur Teilnahme am Playoff-Achtelfinale berechtigen. „Die Favoritenrolle ist inzwischen keine neue Situation mehr für uns“, sagt Medi-Coach Raoul Korner vor dem vierten Heimspiel innerhalb von zwölf Tagen. „Zuletzt gegen Gotha haben wir bewiesen, dass wir damit gut umgehen können. Rosa Radom ist aber ein Gegner auf einem anderen Level.“

Deutlicher Sieg im Hinspiel in Radom

Das Hinspiel am ersten Spieltag in der 215 000-Einwohner-Stadt rund 100 Kilometer südlich von Warschau konnten die Bayreuther vor zwei Monaten nach den fast schon gewohnten Anlaufschwierigkeiten (16:33-Rückstand nach dem ersten Viertel) letztlich souverän mit 96:79 für sich entscheiden. Auffälligste Spieler bei den Polen waren damals der US-amerikanische Shooting Guard Kevin Punter (22 Punkte), der vielseitige, 2,10 Meter lange ukrainische Center Igor Zaytsev (15) und Flügelspieler Michal Sokolowski (14).

Hinzu gekommen ist seither mit Ryan Harrow ein zweiter US-Amerikaner. Der 26 Jahre alte Point Guard spielte schon in der Vorsaison in Radom und wurde Ende Oktober als Ersatz für den verletzten Daniel Szymkiewicz zurückgeholt. Harrow, Punter, Sokolowski und Zaytsev bilden gemeinsam mit dem tschechischen Power Forward Patrik Auda die etatmäßige Startformation.

Medi-Coach Korner sieht den Gegner als ein „sehr flexibles“ Team. Seine Analyse: „Radom hat große Spieler, die auch Dreier werfen können. Sie haben Flügelspieler, die auch aufposten können. Und sie haben Aufbauspieler, die mit dem Ball sehr viel anstellen können. Sie sind allerdings nicht sonderlich tief besetzt. In der Tiefe haben wir mehr Qualität.“

Assem Marei gibt Comeback

Dazu beitragen wird heute wieder Assem Marei, der nach achtwöchiger Verletzungspause (Muskelbündelriss in der Wade) erstmals zum Aufgebot gehören wird. Die Champions-League-Statuten lassen den Einsatz von bis zu sieben Ausländern zu.

Der Ägypter, der sich seit einer Woche wieder im Mannschaftstraining befindet, wird auch erste „Gehversuche“ auf dem Feld unternehmen, kündigt Korner an: „Wir werden ihn langsam einbauen. Seine Einsatzzeit wird vom Spielverlauf abhängen und davon, wie schnell er wieder hineinfindet.“

Die heutigen Gäste sind erst 2010 in die zweite polnische Liga aufgestiegen, zwei Jahre später ins Oberhaus. Seine größten Erfolge feierte der vom Bauunternehmer Roman Saczywko finanzierte und nach dessen Firma Rosa benannte Club mit der Vizemeisterschaft und dem Pokalsieg 2016.

Dies bescherte in der Vorsaison auch die Teilnahme an der Premierensaison der Champions League. Dort musste die Mannschaft von Trainer Wojciech Kaminski als Letzter ihrer Vorrundengruppe (drei Siege, elf Niederlagen) jedoch Lehrgeld zahlen. In der nationalen Liga wurde sie Fünfter.

Auch in dieser Saison läuft es noch nicht wirklich rund. Der einzige Sieg in der Champions-League-Hinrunde gelang vor fünf Wochen in einer Abwehrschlacht gegen Banvit Bandirma. Der 49:48-Endstand war Radoms einzige Führung im gesamten Spiel. In der Vorwoche ging das Kellerduell bei Olimpija Ljubljana mit 72:80 verloren. In der nationalen Liga rangiert Rosa mit einer Bilanz von 4:5 Siegen nur auf dem elften Rang. Immerhin wurde am Samstag beim Tabellenzwölften Miasto Szkla Krosno ein deutlicher 103:85-Auswärtssieg eingefahren. Kevin Punter war dabei mit 27 Zählern einmal mehr der herausragende Punktesammler.

„Wir brauchen dringend einen Sieg, um im Playoff-Rennen zu bleiben“, bringt Medi-Coach Korner die Ausgangslage vor dem heutigen Spiel auf den Punkt.

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