Medi: Keine Sorgen wegen Tigers-Aufstieg

Beste Stimmung in der Oberfrankenhalle: Das wird auch in der kommenden Saison so sein, sagt Medi-Geschäftsführer Philipp Galewski, der ein Abwandern seiner Fans in Richtung EHC für unwahrscheinlich hält. Foto: Peter Kolb

„Das ist schön, wir durften das aber auch erwarten.“ Ebenso gelassen wie Philipp Galewski die ohne Auflagen erteilte Lizenz für die kommende Bundesliga-Saison bewertet, blickt der Geschäftsführer von Medi Bayreuth dem wahrscheinlichen Aufstieg des EHC Bayreuth in die zweite Deutsche Eishockey-Liga entgegen. Er befürchtet weder ein Abwandern der Sponsoren noch einen Rückgang der Zuschauerzahlen in der Oberfrankenhalle.

„Viel mehr freuen wir uns über die Aufwertung der Sportstadt Bayreuth. Davon werden letztlich alle profitieren.“

Er könne sich nicht vorstellen, dass viele der Medi-Sponsoren zum Eishockey übersiedeln, an einen Kannibalismus glaube er erst recht nicht. „Natürlich werden einige unserer Sponsoren angegraben. Das war ja auch in der Vergangenheit schon so. Aber das halten wir aus. Unsere Sponsorenzufriedenheit ist hoch.“ Nicht umsonst habe man das eigene Vertriebsteam erweitert. Das zahle sich nun aus.

Genau darin sieht er auch die große Herausforderung für den EHC: „Jetzt ist die Euphorie da, und im Zuge dessen hat man auch die Sponsoren gewinnen können. Das Ganze aber muss nachhaltig sein. Das ist nur mit enormem Personalaufwand zu schaffen. Alleine mit Ehrenamtlichen wird das schwer.“

Nur geringe Schnittmenge bei den Zuschauern

Eine noch geringere Schnittmenge als bei den Sponsoren sieht Galewski bei den Zuschauern. Die Fanstruktur bewertet er als komplett unterschiedlich. „Und damit meine ich ausdrücklich nicht die Event-Fans, sondern den Stamm, der regelmäßig kommt. Dass viele unserer Zuschauer zum Eishockey abwandern, kann ich mir nicht vorstellen.“

Galewski ist fest davon überzeugt, dass die Stadt zwei dominantere Sportarten verträgt. „Der Standort Bayreuth gibt das her.“ Etwas mulmiger wäre ihm, so gibt er zu, wenn der EHC Bayreuth in der DEL, also der ersten Liga, spielen würde.

„Aber zwischen Basketball-Bundesliga und zweiter Eishockey-Liga gibt es schon noch gravierende Unterschiede.“ Er verweist einerseits auf den Etat – der dürfte bei Medi in der kommenden Saison ungefähr doppelt so hoch sein wie bei den Tigers –, andererseits auch auf die Tatsache, dass mit Bastian Doreth und Andreas Seiferth zwei Nationalspieler unter Vertrag stehen.

Lizenzerteilung eine Formsache

Überhaupt blickt man in der Medi-Führungsetage voller Zuversicht nach vorne. Mit Bastian Doreth, Steve Wachalski und Andreas Seiferth hat man drei sehr gute deutsche Spieler unter Vertrag, dazu einen neuen Trainer Raoul Korner, der dem Vernehmen nach schon jetzt mit viel Euphorie und Akribie ans Werk geht, – und nun auch noch die Lizenzerteilung ohne Auflagen.

Das sei eher Formsache gewesen, sagt der Medi Geschäftsführer, aber doch auch ein Zeichen der Liga, „dass wir hier solide wirtschaften. Und das auch schon lange.“

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