Medi: Eine ausgezeichnete Marke

Medi-Sprecherin Miriam Schmitt und Marketing-Chef Christoph Schmitz präsentieren den German Brand Award, den das Bayreuther Unternehmen in der Kategorie "Medical & Health" gewonnen hat. Foto: Andreas Harbach

Es ist eine der renommiertesten Auszeichnungen für deutsche Unternehmen im Bereich Marketing. Das Bayreuther Unternehmen Medi ist mit dem German Brand Award ausgezeichnet worden - für erfolgreiche Markenführung. Aber wie macht man das?

Christoph Schmitz ist bei Medi Marketing-Chef für den Bereich Medical, in dem es unter anderem um medizinische Kompressionsstrümpfe oder orthopädische Hilfsmittel geht. Kein Thema, das wirklich  sexy ist, gibt Schmitz zu: "Aber ein wichtiges." Umso schöner sei die Auszeichnung. "Das zeigt ja, dass wir von außen wahrgenommen werden", sagt Schmitz: "Von unseren Kunden, aber eben auch von Profis." Denn verliehen wird die Auszeichnung vom German Brand Institute und dem Rat für Formgebung - und die gelten etwas in der Branche. Hinzu kommt, dass man von deren Experten nominiert werden muss, ehe eine unabhängige Jury aus Markenexperten aus den Bereichen Industrie, Hochschule, Agentur, Beratung und Medien die Awards vergibt. Medi wurde in der zweithöchsten Kategorie bedacht - in der Wettbewerbsklasse "Industry Excellence in Branding".

Klarheit und Transparenz

Ziemlich viel Englisch, dabei geht es bei einer guten Marke um Klarheit und Transparenz, sagt Schmitz - nach außen, aber auch nach innen. Damit meint der Marketing-Mann, "dass man das, was eine gute Marke ausmacht, nicht einfach vorgeben kann. Das muss im ganzen Unternehmen gelebt werden." Natürlich werde in seiner Abteilung an der Marke an sich gearbeitet, "aber ohne fehlerfreie Fertigung, ohne ordentliche Verpackung, ohne reibungslosen Vertrieb und Logistik würde das alles ins Leere laufen".

Internes Vorschlagswesen

Hinzu komme ein internes Vorschlagswesen, ergänzt Unternehmenssprecherin Miriam Schmitt. Und da gebe es Anregungen aus allen Abteilungen, von der Geschäftsführung bis zum Arbeiter. Wie wichtig die Identifikation der Mitarbeiter mit der Marke für deren Erfolg sei, erklärt Schmitz an folgendem Beispiel: "Auf unseren Messeständen wird auch das Catering von eigenen Mitarbeitern gestemmt, da finden sich immer genügend Freiwillige. Und es wird von den Kunden registriert, dass auch das bei uns persönlicher abläuft, als wenn man einen Caterer beauftragt."

Auf Augenhöhe mit den Zielgruppen

Das habe auch etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun. Ebenso wie der Anspruch, auf Augenhöhe mit den Zielgruppen des Unternehmens zu kommunizieren, sagt Schmitt: "Wir sind in ständigem Kontakt mit Patienten, Ärzten, Therapeuten und dem Fachhandel." Deren Reaktionen würden dann wieder helfen, die Produkte, aber auch die Marke weiterzuentwickeln.

Sport und Mode

Viel Außenwirkung erzielen auch die Unternehmensbereiche Sport (CEP) und Mode (ITEM m6). Einst designte Modezar Wolfgang Joop für Medi, und Schmitz sagt: "Das war ganz wichtig für die Marke, weil es erstmals einem breiten Kreis gezeigt hat, dass wir nicht 'nur' Kompressionsstrümpfe machen. Und weil man in der Branche weiß, dass sich Wolfgang Joop nicht für irgendein Produkt hergibt."

Sponsor des Deutschen Ski-Verbandes

Kaum anders verhält es sich mit der Sport-Kollektion. Medi ist zum Beispiel Ausstatter des Deutschen Ski-Verbandes, so dass bekannte Sportler wie Ski-Rennfahrer Felix Neureuther, Skispringer Severin Freund oder die Biathleten Miriam Gössner, Laura Dahlmeier oder Simon Schempp die Produkte aus Bayreuth tragen. Dazu die Bayreuther Basketballer, die Medi im Vereinsnamen tragen und die Marke so bundesweit bekannt machen. Was unter anderem dazu führt, dass man sich bei Rekrutierung neuer Mitarbeiter leichter tut. Und schließlich kommen viele andere Leistungssportler hinzu, die Medi-Produkte zum Beispiel bei der Genesung nach Verletzungen tragen - auch wenn es sich dabei nicht um offizielles Sponsoring handelt.

Das Gute daran ist für Schmitz, dass sich die Bereiche Medizin, Sport und Mode "gegenseitig befruchten". Das medizinische Know-how fließe in die anderen Produkte ein, das modische Design finde sich vermehrt auch bei medizinischen Kompressionsstrümpfen wieder. "Und alles zusammen stärkt die Marke", resümiert Unternehmenssprecherin Schmitt.

Das Unternehmen

Medi ist einer der führenden Hersteller medizinischer Hilfsmittel. Die Leistungspalette des Familienunternehmens umfasst medizinische Kompressionsstrümpfe, adaptive Kompressionsversorgungen, Bandagen, Orthesen, Thromboseprophylaxestrümpfe, Kompressionsbekleidung, Passteile für Beinprothesen sowie Schuhe und Schuh-Einlagen. Hinzu kommen Sport- und Fashion-Produkte der Marken CEP und ITEM m6. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 2400 Mitarbeiter, davon gut 1400 am Stammsitz in Bayreuth. Hier entsteht gerade ein Anbau mit rund 9500 Quadratmetern Fläche für Produktion und Logistik, was auch einen weiteren Aufbau der Beschäftigung nach sich ziehen wird. Medi ist in 90 Ländern weltweit aktiv und betreibt in 19 Ländern eigene Niederlassungen, darunter in den USA, Spanien, Großbritannien, Frankreich und Russland.

 

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