Medi-Coach wünscht sich enges Spiel

Recht gut besetzt war am Donnerstagabend die Tribüne der Oberfrankenhalle, als die Dauerkarteninhaber von Medi Bayreuth eine Stunde lang beim Training des Bundesliga-Teams zuschauen durften. Am Samstag präsentiert sich die Mannschaft um Moritz Trieb, Marius Adler, Trey Lewis und Kyan Anderson (von links) ihren Anhängern erstmals in einem Testspiel. Foto: Peter Kolb

Natürlich ist es kein Zufall, dass Medi Bayreuth im ersten Heim-Testspiel für die neue Bundesligasaison am Samstag um 17 Uhr ausgerechnet die Löwen Braunschweig in der Oberfrankenhalle zu Gast hat. „Zu der Organisation habe ich immer noch sehr guten Kontakt“, erklärt Trainer Raoul Korner, der nach dreijähriger Tätigkeit in Braunschweig nun in Bayreuth amtiert. „Auch wenn ich in der neuen Mannschaft nicht mehr viele Spieler kenne.“

Dass der Gegner beim ersten öffentlichen Auftritt gleich aus der Bundesliga kommt, lässt darauf schließen, dass dem Coach jeder ernsthafte Härtetest wichtiger ist, als ein lockeres Schaulaufen vor den Fans. Selbst gegen ein enges Spiel bis zum Schluss hätte er nichts einzuwenden: „Ich hoffe sogar, dass es so weit kommt“, sagt Korner. „Zum Lernprozess gehört es schließlich auch, wie man am Ende Spiele gewinnt. Was kann einem da Besseres passieren, als auch in dieser Weise gefordert zu werden?“ Aus dieser Sicht ist dem Trainer folglich auch das Ergebnis letztlich nicht ganz gleichgültig: „Wenn es am Ende knapp sein sollte, dann nehmen wir die Gelegenheit wahr und werden alles unternehmen, um diese Aufgabe zu lösen.“

Mit erstem Test in Jena zufrieden

Das ist der wohl größte Unterschied zu einem nicht öffentlichen Testspiel, wie es die Bayreuther bereits beim Bundesliga-Aufsteiger Science City Jena absolviert haben. „Das Ergebnis wurde da schon auch registriert, aber wir haben vereinbart, es nicht zu veröffentlichen“, erklärt Korner. „Auf beiden Seiten wurde auch viel ausprobiert.“ Beispielsweise habe Nachwuchsspieler Moritz Trieb 15 Minuten Einsatzzeit bekommen, was für den Medi-Coach nicht selbstverständlich ist: „Es geht nicht darum, einfach zwölf Spieler durchzuwechseln, sondern das Team vorzubereiten. Dazu gehört es, sinnvolle Konstellationen zu testen, die auch für den Ernstfall in Frage kommen.“ Unter diesen Vorzeichen sei der Test in Jena positiv zu bewerten: „Für das erste Spiel war das absolut in Ordnung. Ich wollte sehen, dass wir den Ball bewegen, schlechte Würfe vermeiden und den besser postierten Mitspieler suchen, dass jeder in der Defensive alles gibt und den Fokus 40 Minuten lang konstant hält.“

Training auch am Vormittag vor dem Spiel

Diese Anforderungen stellt Korner nun auch gegen Braunschweig – und ein wenig mehr: „Ich erwarte von Spiel zu Spiel immer einen kleinen Fortschritt. In der Defensive müssen wir Druck ausüben und kommunizieren. Auch in der Offensive haben wir nun taktisch schon etwas mehr im Repertoire, aber wie es mit der Ausführung klappt, ist natürlich noch die Frage.“

Schließlich werde bei der Trainingsplanung keine Rücksicht auf den Spieltermin genommen: „Auch am Samstagvormittag werden wir noch trainieren“, sagt Korner. „Das ist jetzt nun mal eine harte Phase der Vorbereitung. Mancher wird müde sein und schwere Beine haben, aber das ist normal.“ Verletzungen haben den Trainingsbetrieb bisher noch nicht beeinträchtigt: „Es gibt sicher ein paar Wehwehchen, aber nichts, was jemanden davon abhalten würde, zu trainieren oder zu spielen.“

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