Medi Bayreuth gegen Letzten unter Zugzwang

Im Hinspiel war Barry Stewart (am Ball) mit 20 Punkten zwar Tübinger Topscorer. Die hohen Erwartungen konnte er bisher aber ebenso wenig erfüllen wie Jared Jordan und Ryan Brooks. Foto: Peter Kolb

Das totale Kontrastprogramm zum vergangenen Wochenende erwartet Medi Bayreuth am 21. Bundesliga-Spieltag. Sieben Tage nach der 88:96-Niederlage beim Spitzenreiter FC Bayern München (36:2 Punkte) ist am Samstag um 20.30 Uhr Schlusslicht Tigers Tübingen (2:38) beim Tabellenvierten in der Oberfrankenhalle zu Gast.

„Wir werden dieses Spiel nicht anders angehen als andere“, sagt der Bayreuther Trainer Raoul Korner. „Mit Blick auf die Playoffs ist es aber eine Begegnung, die wir gewinnen müssen. Wir stehen unter Zugzwang, weil die Konkurrenz gegen Tübingen auch Heimsiege eingefahren hat.“

Seit der Saison 2013/14, in der sie nur dank des mit gerade einmal zwei Korbpunkten gewonnenen direkten Vergleichs gegenüber Würzburg dem Abstieg entgangen sind, kämpfen die Tübinger Jahr für Jahr um den Klassenerhalt. Dieses Mal scheint es sie dann aber doch zu erwischen. Nach zehn Niederlagen in Folge trennten sich die Schwaben an dessen 45. Geburtstag von Coach Tyron McCoy. Doch auch unter seinem Nachfolger Mathias Fischer – wie Co-Trainer Aleksandar Nadjfeji sowie die Spieler Jared Jordan und Ryan Brooks ein ehemaliger Bonner – gelang lediglich ein einziger Sieg. Das war am 9. Dezember mit 80:67 gegen die BG Göttingen, die sogar noch ein Spiel länger auf ein weiteres Erfolgserlebnis wartet als die Tigers.

Dabei sei Tübingen alles andere als individuell schwach besetzt. „Wir hatten ja zum Auftakt das Vergnügen. Da habe ich sie eher Richtung Playoffs gesehen. Da habe ich mich aber wohl getäuscht“, gibt Korner zu. Während der unsicherste, weil nicht bundesligaerfahrene Kandidat Reggie Upshaw eine fantastische Saison spiele, sieht der Medi-Coach den Grund für das schwache Abschneiden des Gegners unter anderem darin, dass „die drei Spieler, die die Versicherung gegen den Abstieg sein sollten, den hohen Erwartungen nicht gerecht werden“. Im mit 77:87 verlorenen Hinspiel gegen Bayreuth waren Barry Stewart (20 Punkte) und Brooks (14) noch die Tübinger Topscorer, Jordan verteilte sieben Assists. Dass der Tabellenletzte in dieser Statistik an vierter Stelle steht, ist laut Korner jedoch kein Hinweis auf eine funktionierende Mannschaft.

Korner: "Assem Marei in schwacher Form immer noch besser als McCrea"

Shooting Guard Kris Richard und Center Tony Easley wurden mittlerweile durch Malcolm Lee und Javon McCrea ersetzt, der während der Verletzungspause von Assem Marei in Bayreuth ausgeholfen hatte. Dort kam er mit Trainingsrückstand in fünf Partien in durchschnittlich gut sieben Minuten auf 3,4 Punkte. In Tübingen bewies der 25-jährige US-Amerikaner zuletzt gegen Bonn (16 Punkte/9 Rebounds), Frankfurt (20/6) und den Mitteldeutschen BC (19/3) aber ansteigende Form, während der Ägypter Marei, der im Hinspiel mit 18 Punkten und acht Rebounds glänzte, nachließ.

Hätten die Bayreuther also vielleicht doch McCrea behalten sollen? „Assem Marei ist in schwacher Form immer noch besser. McCrea mag zwar gute Statistiken raushauen. Aber wie viele Spiele hat Tübingen mit ihm gewonnen und wie viele wir mit Marei“, macht Raoul Korner mit Nachdruck klar.

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