MIKE KOCH UND DIE Ü 45 Training für das wahre Großereignis

Man könnte meinen: Der Abstiegskampf war in den vergangenen Wochen das Wichtigste für Medi Bayreuth-Trainer Michael Koch. Wenn man die Ü 45-Mannschaft des BBC Bayreuth fragt, war das alles nur mentale Vorbereitung auf ein noch viel wichtigeres Basketball-Großereignis: die Deutsche Meisterschaft der Ü 45 im Mai in Freiburg.

Wer da mitspielen will, braucht einen Spielerpass, aber den hat nicht jeder. Seit ein paar Jahren fragt Ex-Bundesliga-Spieler Nils Becker (47) immer mal wieder bei Derrick Taylor (50), Ex-Bundesliga-Spieler und Regionalliga-Trainer, nach. Der ziert sich jedes Jahr erstmal. Dann steht das Turnier an – und er sagt: „Oh, ich würde ja gerne, aber ich habe leider keinen Pass...“ Heuer wollte sich Becker diese Ausrede nicht anhören, deswegen ging er zur BBC-Geschäftsstelle, um den Pass-Antrag selbst abzugeben. Da traf er auf Koch (48). „Da hab’ ich ihn halt auch gleich einen Antrag ausfüllen lassen“, sagt Becker. So schnell und einfach würde gerne jeder Vereinsverantwortliche Top-Spieler verpflichten.
Koch selbst sagt über den kurzfristigen Passantrag: „Erst habe ich mich gewehrt, aber dann doch noch überreden lassen.“ Becker habe ihm ans Herz gelegt, wieder mit den alten Kumpanen zu spielen. „Das hat doch irgendwie gezogen.“ 1993 wurde Koch Europameister, zum zwanzigsten Jahrestag spielte er gegen die Ü 55-Auswahl, die im Vorjahr Weltmeister wurde. „Obwohl wir alle ein wenig langsamer unterwegs waren“, sagt Koch, dabei betont er ein wenig, „hat das doch ganz schön Spaß gemacht“. Liegt vielleicht auch an dem 57:48-Sieg gegen die Ü 55.
Auch in Bayreuths Ü 45-Team tummeln sich einige Ex-Nationalmannschafts- und Ex-Bundesligaspieler: Dirk Vogel, Armin Sowa. Ob es da ein Koch überhaupt in die Rotation schafft? Immerhin war er nie beim Training. Anders als die 18 Mann, die am vergangenen Montag in der Halle standen. Aber: „Ja klar spielt er, wenn er kommt“, sagt Becker. Nicht nur, weil er eben Mike Koch, Pokal-, Europasieger und Deutscher Meister ist. „Sondern auch, weil so ein Turnier echt anstrengend ist und wir jeden brauchen.“ Auch in den anderen Mannschaften sind viele Ex-Profis. Das Spiel sei zwar nicht mehr so schnell – „aber Dreier-Werfen können die noch alle. Das Niveau ist schon sehr hoch.“
Ob Koch nun tatsächlich im Mai mitfahren wird, ist noch unklar. „Das hängt davon ab, wo ich dann bin“, sagt er. Vielleicht in den USA, nach Spielern schauen. Oder einfach im Urlaub. „Aber Spaß würde es wohl machen“, sagt er. Das kann Becker bestätigen.

Info: Jede Woche wirft Amelie Wollny einen Blick auf die Ereignisse rund um Medi Bayreuth.

 

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