Mama Jane bekommt Hilfe

Die Streitauerin Tanja Reinboth informierte über ein Hilfsprojekt in Kenia, das der Gesangverein Streitau mit seinem musikalischen Leiter Kai Konrad im kommenden Jahr unterstützen möchte.⋌ Foto: Harald Judas

Kinder in Afrika haben oft keine Chance, außer es kommt Hilfe von außen. Ein Waisenhaus in Kenia hat nun der Gesangverein Streitau im Visier und möchte dort im kommenden Jahr mit einem Musikprojekt vor Ort helfen. Der Verein unterstützt damit die Streitauerin Tanja Reinboth, die sich schon seit Jahren als Flugbegleiterin mit ihren Kolleginnen des Waisenhauses in Bamburi, einem nördlichen Stadtteil von Mombasa, angenommen hat.

Nun wird also der Gesangverein im kommenden Jahr im August nach Mombasa fliegen. Geplant ist ein „Ein-Wochen-Musikprojekt“, wie es Chorleiter Kai Konrad bei einem Infoabend im Kulturzentrum Notenbank formulierte. In dieser Woche solle ein strammes Programm absolviert werden.

Eine Aufführung ist geplant

„Wir werden von den Kindern und Jugendlichen verfasste Texte in eine musikalische Form betten und sie dann im Waisenhaus mit den Kindern erarbeiten und zur Aufführung bringen“, sagte Konrad. Die so entstandenen Songs sollen in einem Liederbuch zusammengefasst und von Alois Kuhn, Karikaturist und Tenor im Streitauer Chor, gemeinsam mit den kenianischen Kindern illustriert werden.  

Unterstützung seit vielen Jahren

Bei dem Infoabend berichtete Tanja Reinboth mit Filmen und Bildern über das Waisenhaus. „Schon seit vielen Jahren unterstützen Flugbegleiter und Piloten der Condor das Waisenhaus“, sagte sie. Ausführlich stellte sie Jane Karigoo vor, die das Waisenhaus gegründet hat und sich um die knapp 50 Waisenkinder kümmert.

Neubau neben dem Waisenhaus geplant

„Das Projekt gibt es seit 20 Jahren“, sagte Tanja Reinboth. Als Reinboth begann, sich mit Kolleginnen engagieren zu wollen, habe sich gezeigt, dass manche Projekte schon Unterstützung aus Europa erfuhren. Sie bekam aber auch den Hinweis, dass es durchaus auch andere Objekte gebe – wie das Waisenhaus von Mama Jane. Wenn nun besondere Unterstützung benötigt wird, dann aus einem wichtigen Grund. Wegen der sehr beengten Verhältnisse in dem Waisenhaus, ist ein Grundstück gekauft worden und man habe mit dem Bau eines neuen Heimes begonnen. „Man ist unverändert auf Spenden angewiesen“, sagte Reinboth, die immer, wenn ihr sie Job nach Mombasa führt, einen Abstecher ins Waisenhaus macht. Insgesamt zehn Personen gehörten zu dem Netzwerk von Condor-Mitarbeitern, die hinter dem Projekt stehen. Sie haben unterschiedliche Aufgaben: „Ich bin für die Paten zuständig“, sagte Reinboth.

Paten gibt es in der Region

Mehrere Waisenkinder werden inzwischen als Patenkinder von Personen aus der Region unterstützt. Wobei einige der Paten Zuhörer des Infoabends waren. Die Marktschorgasterin Vanessa Kaznica war in diesem Sommer mehrere Wochen beim kenianischen Patenkind vor Ort. Kontakt halten die Paten und die Kinder über Briefe. Kein Problem. „Weil sie Englisch können“, sagte Vanessa Kaznica.

Jeder kann sich melden und mitmachen

Kai Konrad sagte: „Jeder kann sich melden“. 20 Anmeldungen und zehn weitere Interessenten gebe es schon, zusätzliche seien erwünscht. Anfang August kommenden Jahres sei geplant, nach Kenia zu fliegen. Geplant sei, das einwöchige Projekt nach einem Tag der Akklimatisierung zu starten. Wobei anschließend an das Projekt noch Urlaubstage angehängt werden können. Jeder, der das Musikprojekt unterstützen möchte, sei willkommen. Informieren kann man sich über die Homepage www.gesangverein-streitau.de.

Info: Mit dem Infoabend starteten auch offene  monatliche Kulturstammtische. Nächster Termin: 27. Oktober um 19 Uhr, Thema: „Wie im Himmel – Filmabend (fast wie in Streitau)“.

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