Mainauenhof: Altenplos ist im Rennen

So könnte es einmal im Dorfpark von Altenplos aussehen, wenn der Mainauenhof der Landesgartenschau hier aufgebaut wird. Fotomontage: UmbauStadt Weimar

Die Pegnitzer wollten ihn schon haben und die Goldkronacher auch. Jetzt sind die Heinersreuther am Zug. Der Mainauenhof aus der Landesgartenschau Bayreuth soll den Dorfpark in Altenplos aufwerten. Das zumindest war die Idee des verstorbenen Gartenbauvereinsvorsitzenden Waldemar Maisel, und nach zähem Ringen folgen auch die Gemeinderäte dem Vorschlag. Einstimmig.

Im Frühjahr, nach der Neuwahl der Vorstandschaft, soll entschieden werden. Die Bewerbung im Landratsamt wird aufrecht erhalten. Kosten soll das Gebäude 20.000 Euro. Noch einmal die selbe Summe dürfte für Fundamente, Bodenplatte und den Aufbau des Gebäudes fällig werden. Auf eine Bezuschussung in Höhe von 60 Prozent hofft die Gemeinde.

Ran an die Bebauung

Drei Standorte sind es sogar, die in die engere Wahl gezogen wurden, doch nur einer scheint den Gemeinderäten wirklich geeignet. Derjenige, der nah an die Bebauung heranrückt. Nur so könne man Vandalismus vermeiden, sagt Bürgermeisterin Simone Kirschner. Auch am Nutzungskonzept fehlt noch einiges, sagt sie, "aber wir sind nicht unter Zeitdruck." Norbert Eichler, SPD, gleichzeitig kommissarischer Vorsitzender des Gartenbauvereins, betont: "Wir stehen hinter dem Antrag." Aber: "Entscheiden muss die neue Vorstandschaft. Am 23. Februar findet die Jahresversammlung statt."

SPD contra CSU

Der alte Zwist zwischen CSU und SPD bricht in der Diskussion danach wieder auf. Elisabeth Tamler, SPD, moniert, dass das Projekt den Bürgern vorgestellt werde als ob schon alles gekauft sei. "Es gibt aber keinen Gemeinderatsbeschluss." Immerhin handele es sich um eine nicht unerhebliche Summe.

 

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Daraufhin platzt es aus Werner Kauper, CSU, heraus: "Woanders heißt es, es gibt kein Konzept, jetzt gibt es eines und es ist auch wieder nicht recht." Den Weg, den Simone Kirschner gegangen sei, erst die Bürger zu fragen, hält er für richtig. Ein Dorfpark könne nicht nur aus Grünflächen mit ein paar Bäumen darauf bestehen. "Es ist schön, wenn er mit Leben erfüllt wird."

Norbert Eichler ergänzt: "Das soll kein Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins sein. Wir übernehmen nur die Schlüsselgewalt und den Terminkalender." Eventuell auch noch andere Vereine fragen, die das Projekt federführend übernehmen, schlägt Reiner Böhner, SPD, vor. Grundsätzlich befürworte er das Vorhaben, wolle aber nichts übers Knie biegen.

Die großen Vereine, SCA und Feuerwehr seien in die Gespräche eingebunden, erklärt Kirschner, und so bringen die Gemeinderäte - nach dem Appell von Christian Bock, FWG, doch Mut zu beweisen - den einstimmigen Beschluss zuwege.

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