Luftgewehr Bayernliga Bad Bernecker nach Derbysieg alleine vorn

Trumpfte gegen Neubau auf: Die Bad Berneckerin Sabrina Bär erzielte im Derby starke 395 Ringe. Foto: Florian Fraaß

SCHIEßEN. Die SG Bad Berneck bleibt in der Luftgewehr-Bayernliga Nordost das Maß der Dinge. Die Kurstädter waren beim Wettkampf in Holzhammer zweimal erfolgreich – zunächst im Fichtelgebirgsderby gegen Tell Neubau (4:1), dann gegen Gastgeber Ehenbachtaler Holzhammer (3:2). Damit untermauerten die Bad Bernecker nicht nur ihre Spitzenposition, sie setzten sich vom bis dato punktgleichen Hauptverfolger SG Andreas Hofer Sassanfahrt ab, der gegen die drittplatzierten Neubauer mit 1:4 den Kürzeren gezogen hatte.

„Eine wirklich starke Leistung“, attestierte der Neubauer Trainer Wolfgang Nickl seiner Mannschaft, die auf ihre Nummer eins, den erkrankten Jannik Zeidler, hatte verzichten müssen. „Wir haben uns durch den 4:1-Sieg gegen den Zweiten alle Chancen nach oben offengehalten.“ Die Neubauer ließen gegen Sassanfahrt nur im Spitzenduell Federn: Die grippegeschwächte Dagmar Witzgall unterlag Sebastian Drawert mit 378:393. Alle anderen Einzelpunkte gingen an Neubau: Kristina Hagen bezwang Lena Friedel (387:382), die an diesem Tag herausragende Tell-Schützin Mirjam Lindner gewann gegen Christian Holland (393:385), Jochen Witzgall besiegte Julia Lochau (380:377) und Laura Wachter dominierte Daniel Hempfling (383:372).

Im Derby gegen Bad Berneck hatten die Neubauer aber ebenso deutlich den Kürzeren gezogen. „In dieser Besetzung hatten wir gegen die starken Bernecker keine Chance“, bilanzierte Wolfgang Nickl den ersten Tageswettkampf seines Teams. Lediglich Kristina Hagen bezwang die neue Bad Bernecker Nummer zwei Andreas Schürhoff (390:387). Alle anderen Kurstädter Schützen gewannen ihre persönlichen Duelle, wobei Sabrina Bär mit ihren 395 Ringen gegen Jochen Witzgall (385) besonders aufhorchen ließ. „Sie war gegen ihren alten Verein topmotiviert, hat einen überragenden Wettkampf abgeliefert“, lobte der Bad Bernecker Mannschaftsführer Peter Baldauf seine Nummer vier. Ebenfalls auf 395 Ringe kam Jasmin Kitzbichler. Die Kufsteinerin hielt im Spitzenduell Dagmar Witzgall (390) nieder. Gina Holland, die Bad Bernecker Nummer drei, gewann gegen Mirjam Lindner mit 390:389. Und auch Elisabeth Wolf auf Position fünf behielt gegen Laura Wachter die Oberhand (374:372).

Kurstädter mit neuer Saisonbestleistung

Etwas knapper ging es für die Bad Bernecker im zweiten Wettkampf des Tages gegen Gastgeber Ehenbachtaler Holzhammer zu, obgleich die Kurstädter mit 1944 Ringen eine neue Saisonbestleistung aufstellten. Den Löwenanteil daran hatte erneut Jasmin Kitzbichler, die Ferdinand Stipberger mit 392:390 niederhielt. Ihr folgte Andreas Schürhoff. Die Nummer zwei der SG dominierte Christian Stahl klar mit 391:381. Ganz knapp mit 386:385 behielt Gina Holland gegen Markus Ulrich die Oberhand, so fiel die 387:391-Niederlage von Sabrina Bär gegen Magdalena Kellner und auch die Niederlage von Elisabeth Wolf nicht ins Gewicht. Die Bad Bernecker Nummer fünf musste sich nach einem 388:388-Gleichstand Julian Kemptner erst im Stechen beugen.

Am positiven Fazit von Peter Baldauf änderte das aber nichts. „Ich kann meiner Mannschaft einmal mehr nur ein riesiges Kompliment machen. Auch wenn noch lange nichts in trockenen Tüchern ist, so steuern wir doch klar auf Kurs in Richtung Aufstiegswettkampf“, sagte der Bad Bernecker Mannschaftsführer.

Drei Fragen an die Bad Bernecker Luftgewehr-Schützin Sabrina Bär

Das war keine leichte Aufgabe für Sabrina Bär beim jüngsten Bayernliga-Wettkampf. Mit ihrer Bad Bernecker Mannschaft traf sie auf ihren Heimatverein Tell Neubau, bei dem sie nicht nur trainiert. Für die Tell-Schützen geht sie auch in Einzelwettkämpfen und bei Mannschaftsmeisterschaften an den Start. Sie hat die Herausforderung hervorragend gemeistert.

395 Ringe – gegen ihre Neubauer Mannschaftskameraden lief es wie am Schnürchen. Waren Sie gar nicht nervös?

Sabrina Bär: Nein, irgendwie nicht. Das hat mich aber schon ein bisschen überrascht. Am Schießstand war ich ruhig, hatte einen guten Stand, habe mich gut gefühlt. Und das hat sich dann auch im Resultat niedergeschlagen. Solch ein Ergebnis hatte ich ja seit meinen Glanzzeiten nicht mehr. Und dabei hatte ich mir vor dem Wettkampf schon meine Gedanken gemacht, wie das wohl sein würde gegen meine Mannschaftskameraden. Aber dann war es ein bisschen wie im Training. Wohl auch weil mein Neubauer Trainer Wolfgang Nickl direkt hinter mir saß.

Es läuft nicht nur bei Ihnen, sondern bei Ihrer kompletten Bad Bernecker Mannschaft. Sind Sie überrascht, wie die Saison für Ihr Team bisher verlaufen ist?

Bär: Wir wussten schon, dass wir uns mit Jasmin Kitzbichler auf Position eins sehr gut verstärkt hatten. Gleichzeitig aber haben sich alle anderen in der Mannschaft enorm gesteigert. Das ist großartig und der Grund dafür, dass wir momentan vorne stehen. Wie stabil wir sind, wird sich aber dann zeigen, wenn unsere Nummer eins einmal nicht dabei sein kann.

Ihre Bad Bernecker steuern auf Kurs in Richtung Aufstiegswettkampf, was aber trauen sie ihren Neubauern zu? Können sie im Kampf um die ersten beiden Plätz eingreifen?

Bär: Das ist auf jeden Fall möglich. Die Neubauer haben ein starke, sehr ausgeglichen besetzte Mannschaft. Entscheidend wird sein, ob sie von Ausfällen verschont bleiben. Ist das der Fall, ist ihnen alles zuzutrauen. Ein Traum wäre es natürlich schon, wenn Bad Berneck und Neubau um den Aufstieg schießen würden.

 

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