Letzter Grundig-Produktionszweig pleite

Nürnberg bangt um den letzten in der Region verbliebenen Grundig-Produktionszweig. Wegen Zahlungsschwierigkeiten nach Umsatzeinbußen habe die GSS Grundig Sat Systems einen Insolvenzantrag gestellt, teilte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Jochen Zaremba am Dienstag mit. Zaremba will die entstandene Liquiditätslücke schließen und das Unternehmen weiterführen, kündigte der Sprecher an.

Grundig Sat Systems stellt mit zuletzt 43 Mitarbeitern in Nürnberg sogenannte Kopfstationen und andere Komponenten für den Empfang von digitalen Radio- und Fernsehprogrammen her. Damit sei das Unternehmen in einem hart umkämpften Marktsegment tätig, betonte der Sprecher. Drei langjährige Ex-Grundig-Manager hatten die Sparte nach der Insolvenz des einstigen Elektronik-Riesen im Jahr 2003 in die Selbstständigkeit geführt.

Bereits im Vorjahr hatte die Grundig Intermedia GmbH Nürnberg verlassen. Der zum türkischen Elektrokonzern Arçelik gehörende frühere TV-Riese war nach Neu-Isenburg bei Frankfurt am Main umgezogen, wo bereits das Schwesterunternehmen Beko Deutschland seinen Sitz hat. Grundig Intermedia bestand in Nürnberg ohnehin nur noch aus Verwaltung, Planung und Logistik. Produziert werden TV-Geräte mit dem Grundig-Emblem schon länger in der Türkei.

dpa

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