Lattermann verlässt Neudrossenfeld

Hatten in Neudrossenfeld viel Spaß miteinander, nun gehen Sebastian Lattermann (links) und Trainer Werner Thomas getrennte Wege. Foto: Peter Mularczyk

Hätte der TSV Neudrossenfeld Sebastian Lattermann in der zurückliegenden Landesliga-Saison nicht gehabt, hätte es wohl mau ausgesehen in der Offensive der Grün-Weißen. 26 der 61 Saisontore gingen auf das Konto des 26-Jährigen, er war damit nicht nur einsame Spitze im Verein, sondern auch in der gesamten Liga. Und das, obwohl er nicht einmal in vorderster Front spielt, sondern hinter den Spitzen. Nun ist das fünf Jahre andauernde Kapitel am Weinberg beendet, berufsbedingt wechselt der Schlüsselspieler zum FC Deisenhofen vor den Toren Münchens.

Kurios: Sein Trainer in Deisenhofen, dem Fünften der Vorsaison in der Landesliga Südost, ist der Neudrossenfelder Ex-Trainer Peter Schmidt, der von 2011 bis 2014 die Geschicke bei den Grün-Weißen lenkte. Dessen neuer Verein hat sich dafür eingesetzt, dass Lattermann eine Referendariatsstelle an einem Gymnasium in München bekommt.

„Ich weiß schon“, sagt Sebastian Lattermann, „normalerweise wollen nicht so viele angehende Lehrer nach München, aber ich wollte einfach einmal was Neues sehen. Und da hat sich das mit Peter angeboten.“ Kontakt zu seinem Ex-Coach nahm Lattermann bei einem Lehrgang für den Trainerschein in Oberhaching auf. „Ich habe da bei ihm mittrainiert, und wir haben darüber gesprochen, wie es denn wäre, wenn ich kommen würde.“

Trainer Thomas versucht aus der Not eine Tugend zu machen

Dass aus dem losen Gespräch im Mai nun Konkretes wurde, ist für Werner Thomas „extrem schmerzlich“. Er habe gebetet, sagt der Neudrossenfelder Coach, dass Lattermann sein Referendariat doch in Oberfranken absolvieren würde. „Leider hat sich unsere Hoffnung nicht erfüllt.“ Nun will der TSV-Trainer aus der Not eine Tugend machen. „Wir versuchen die Verantwortung in der Offensive eben auf mehrere Schultern zu verteilen“, sagt Thomas und ergänzt: „Dadurch sind wir auf jeden Fall schwerer auszurechnen als in der vergangenen Saison.“

„Eine gute Idee“, findet auch Sebastian Lattermann und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es wird sich sicher jemand finden, der sich vorne reinstellt und sich anschießen lässt. So wie es halt auch bei mir war.“

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