Lastwagen parken alles zu

An der Tankstelle in Unterbrücklein kann es schnell eng werden. Wenn die Stellplätze voll sind, weichen Lkw-Fahrer in die benachbarte Sackgasse aus - zum Unmut der Gemeinde. Foto: Andreas Harbach

In der Nähe der Ausfahrt Unterbrücklein der A 70 parken Lastkraftwagen anscheinend besonders gerne. Wenn sie allerdings die einzige, neu gebaute Straße ins Gewerbegebiet zustellen, hört für den Neudrossenfelder Gemeinderat der Spaß auf.

Das Thema brachte FUG-Gemeinderätin Heidemarie Nitsch in der jüngsten Gemeinderatssitzung ins Gespräch. "Was können wir dagegen tun, dass nicht mehr so viele Lkw rund um die Tankstelle herum parken?", fragte sie. Denn zuweilen parkten die Transporter die Straße bis hin nach Igelsreuth zu. Kürzlich habe sie erst 17 solcher Schwerlastzüge gezählt.

Verkehrszeichen ignoriert

Bürgermeister Harald Hübner (CSU) räumte ein, dass das Parkverhalten der Lasterfahrer ein ernst zu nehmendes Problem sei. "Wir haben schon so vieles ausprobiert - und trotzdem steht alles voll, weil sie sich keiner dran hält." Die Straße ist als Sackgasse ausgewiesen. Auf dem Verkehrszeichen steht extra: "Keine Wendemöglichkeit".

Nichtsdestotrotz fahren die Lastwägen in die Straße ein. Als die Gemeinde Steine am den Straßenrand platziert habe, seien diese weg gerollt worden. Als ein Parkverbotsschild aufgestellt wurde, seien die Schilder umgedreht worden. Auch an eine 30er-Zone sei schon gedacht worden. "Wir können nicht zulassen, dass unsere Straße kaputt gefahren wird", sagte Hübner. "Da muss endlich eine Lösung her."

Mehr Polizeikontrollen?

Eine anliegende Firma wehre sich selbst und habe Warnhütchen in ihre Einfahrt gestellt. Denn die Fahrer müssen aus der Straße rückwärts wieder raus oder irgendwo wenden. Eine andere Möglichkeit wäre, den Straßenrand abzusperren oder als letztes Mittel eine Lkw-Zufahrtssperre auszustellen. Hübner sprach sich dafür aus, die Polizei um verstärkte Kontrollen zu bitten. Diese solle verstärkt Verwarnungen aussprechen und die Falschparker zur Kasse bitten. "Das wäre lukrativ und würde sich lohnen."

Die Unterbrückleiner Bürger leiden derzeit besonders unter den Verkehrsgeräuschen von der Autobahn. Dazu erreichte den Kurier am Mittwoch eine Stellungnahme, in der es heißt, die Autobahndirektion Nordbayern wolle den Bürgern "den bestmöglichen Lärmschutz im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben" bieten.

Erdwälle wirken

Der Lärmschutz bei Waldau bestehe in erster Linie aus aufgeschütteten Deponieresten. Anstelle überschüssiges Erdreich abzutransportieren, sei es seitlich entlang der A 70 als Erdwall gelagert worden. Zwar sei das keine aktive Lärmschutzmaßnahme. Dennoch wirke sie sich sehr positiv auf die angrenzende Wohnbebauung aus. Die Direktion sicherte zu, die Lärmsituation in Unterbrücklein zu überprüfen, insbesondere die Auswirkung der Betonschutzwände im Mittelstreifen unter Berücksichtigung der aktuellen Verkehrsbelastung. "Über das Ergebnis werden wir die Gemeinde Neudrossenfeld selbstverständlich informieren."

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