Krematorium: Salamitaktik geht gar nicht

Foto: Eric Waha

Das geht gar nicht. Die Bayreuther Stadtverwaltung hat sich ein dickes Eigentor in die Maschen gejagt mit ihrer Informationspolitik beim Fall der Kontamination des Krematoriums mit offensichtlich gefährlichem Faserstaub.

Bestatter und – noch viel schlimmer – Angehörige von Verstorbenen haben nicht in ausreichendem Umfang Informationen darüber bekommen, was passiert ist, warum Verstorbene nicht zum vereinbarten Zeitpunkt eingeäschert werden konnten. Warum Trauerfeiern auf andere Friedhöfe umverlegt werden mussten.

Das ist kein Hexenwerk

Was in aller Welt spricht dagegen, sofort nach Bekanntwerden des Schadens alle Karten auf den Tisch zu legen? In einem anderen Fall, bei der Schadstoffbelastung der Albert-Schweitzer-Schule, hat das doch auch funktioniert. Presse informieren, Möglichkeit zur Nachfrage geben – das ist kein Hexenwerk.

Wer Transparenz lebt, kommt nicht in den Verdacht, etwas vertuschen zu wollen. Zumal die Zahl der Betroffenen groß ist. Und die erwischt es auch noch in einer Zeit, in der sie mit dem Verlust eines Angehörigen zu kämpfen haben. Mit der Salamitaktik, die die Stadt einmal mehr gewählt hat, kommt man heute nicht mehr weiter.

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