Koch-Show: Schnell, einfach und saugut

Schnell mal was Gutes: So heißt die neue Koch-Late-Night-Show mit Alexander Herrmann. Die Live-Auftritte im ganzen Bundesgebiet starten am 16. Januar in der Oberfrankenhalle. Foto: red

Wer einen Vollzeitjob ausübt und abends müde nach Hause kommt, hat nicht unbedingt Lust, sich noch stundenlang in die Küche zu stellen. Dass schnell zubereitete Gerichte dennoch hervorragend schmecken können, davon ist Sternekoch Alexander Herrmann überzeugt. Wie man "Schnell mal was Gutes kocht", führt er in seiner neuen Koch-Late-Night-Show. Der Tour-Auftakt ist am Dienstag, 16. Januar, um 20 Uhr in der Bayreuther Oberfrankenhalle.

Herr Herrmann, "Koch mal schnell was Gutes", hören Sie das daheim auch manchmal?

Alexander Herrmann: (lacht) "Schnell mal was Gutes" bedeutet in meiner neuen Koch-Late-Night-Show zu zeigen, wie man unkompliziert unfassbar gut kocht. Sie können in der Küche mit ganz einfachen Mitteln brillieren. Oft kommt es nur auf Kleinigkeiten an, die man beachten muss. Zum Beispiel erkläre ich, wie Sie ein perfektes Steak braten, wie Fisch eine knusprige Haut bekommt und wie Sie eine Ente im Ganzen im Ofen zubereiten. Dabei werde ich auch mit einigen Mythen aufräumen.

 

Was machen Sie sonst noch in der Koch-Show?

Herrmann: Die zweite Säule ist ein Stand-up-Teil, das heißt, ich erzähle von Pleiten, Pech und Pannen in der Küche. Geschichten, die ich selbst erlebt habe. So habe ich einmal mit fünf anderen Fernsehköchen etwas zubereitet, was einfach nicht geschmeckt hat. Zum Schluss hat sich der Moderator beim Pizzaservice bedankt, der uns belieferte. Ich habe eine Side-Kick dabei, mit dem ich mich über typische Hobby-Köche, schwierige Gäste und vieles mehr unterhalte.

 

Auch im Fernsehen gelingt also nicht alles.

Herrmann: Ja, darum nehme ich die Zuschauer mit hinter die TV-Kulissen. Warum etwa manche Drehs zwei stundenlang dauern, aber später nur 14 Minuten gesendet werden. Ich berichte den Leuten, was man sonst noch gesehen hätte, wenn es nicht raus geschnitten worden wäre. Und manchmal denkst du dir dann "Alter Schwede, das gibt's doch nicht."

 

Sie wollen Tipps und Tricks aus der Sterneküche verraten. Bekommen die Zuschauer Rezepte von Ihnen, damit Sie alles selbst ausprobieren können?

Herrmann: Selbstverständlich habe ich Rezepte dabei, wie bei Gemüse die eingelegten Kirschtomaten. Die sind wirklich eine Sensation! Wer später etwas nachmachen will, kann sich die Rezepte natürlich herunterladen.

 

So eine Tour ist sicherlich anstrengend und ohne ein großes Team im Hintergrund nicht machbar, oder?

Herrmann: Es war mein Wunsch in der Heimat zu beginnen, schon aus Respekt vor den Menschen hier. Wir treten eine Woche fast täglich auf und haben dann eine Woche Pause dazwischen. Bühnenbild, Technik, Küche, das alles zu transportieren und aufzubauen, ist ein Riesenaufwand. Mercedes-Sprinter, um die Ware zu kühlen, haben wir auch dabei und eine Backstage-Küche.

 

Inwieweit wird denn das Publikum einbezogen?

Herrmann: Ich werde alles dran setzen, dass der Funke überspringt und sich die Leute inspiriert fühlen. Alles, was wir in den zweieinhalb Stunden kochen, wandert auch ins Publikum. Das reicht nicht für alle, aber einige haben eben nicht nur den Duft des Essens in der Nase. Außerdem will ich beweisen, dass wirklich jeder kochen kann. Dafür hole ich mir jemanden auf die Bühne, einen, der am besten in der Küche seit 30 Jahren nur die Kaffeemaschine anschaltet. Meistens schicken Frauen ihre Männer vor. Das ist überhaupt nicht peinlich für sie und hat meistens eine unfassbare Wirkung.

 

Welches Essen kann jeder kochen?

Herrmann: Nehmen wir zum Beispiel Kalbfleischpflanzerl, die kennt jeder. Da gilt es, nur drei, vier Dinge zu beachten, damit sie gut werden. Zum einen darf die Zwiebel nicht zu scharf sein, dann müssen Brot und Fleisch im richtigen Verhältnis zu einander stehen. Man darf auch nicht alles Mögliche an Gewürzen rein hauen. Und die Fleischpflanzerl dürfen nicht zu heiß angebraten werden, weil sie sonst am Ende in der Mitte noch roh sind. Ich will damit zeigen, dass man so viel mehr bei einem Gericht raus holen kann, wenn man ein paar wenige Dinge ändert.

 

Wie sehr achten Sie auf regionale Zutaten?

Herrmann: Regionale Produkte sind natürlich immer die Besten, weil man damit auch die Produzenten vor Ort unterstützt. Es ist schon irre, was heute alles in das, was wir essen, hinein gelegt wird. Dabei haben alle wahnsinnig viel zu tun mit Familie, Kindern und Arbeit. Da ist es schon okay, wenn man auch mal eine italienische Gebäckspezialität isst. Mir reicht es, ein Bewusstsein für die Unterschiede zu schaffen und das mit einer gewissen Lässigkeit zu vertreten.

 

Was gibt's bei Ihnen daheim, wenn's mal schnell gehen muss?

Herrmann: Pasta mit Soße und Parmesan. Oder ein Schnittlauchbrot. So ein Brot aus der Heimat mit Butter, ein bisschen Salz und Schnittlauf drauf - perfekt.

 

Info: Karten für die Veranstaltung am 16. Januar 2018 sind in der Kurier-Geschäftsstelle und allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. KurierCard-Inhaber bekommen zehn Prozent Rabatt auf die Eintrittskarte.

 

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