Knapp sieben Millionen Verlust im Jahr 2015 - Geschäftsführer: Investitionen zeigen Wirkung Klinikum rutscht in die roten Zahlen

Der Verlust des Jahres 2015 hätte sich vermeiden lassen, sagt Klinikum-Geschäftsfrührer Joachim Haun. Aber dann wären die Investitionen in die Versorgunbgsqualität nicht möglich gewesen. Und die zahlen sich jetzt aus. Foto: Andreas Harbach

Das Klinikum Bayreuth hat im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von rund 200 Millionen einen Verlust von 6,9 Millionen Euro gemacht. Hauptursachen dafür sind nach Angaben von Geschäftsführer Joachim Haun "das schwierige Jahr 2015", sowie Investitionen in das Personal, in Geräte und in die Versorgungsqaulität des Krankenhauses. Diese Investitionen zeigen nach Hauns Angaben in diesem Jahr Wirkung.

Die Umsatzrendite des Bayreuther Krankenhauses lag 2015 bei minus 3,6 Prozent. Das heißt: Bei jedem eingesetzten Euro hat das Unternehmen einen Verlust von 3,6 Cent gemacht. "Das ist nicht existenzbedrohend", sagt Haun. Das Klinikum deckt den Verlust aus seinen Rücklagen. "Wir müssen jetzt mal an unsere Sparbücher ran." Die kommunalen Träger, Stadt und Landkreis Bayreuth, müssen für den Fehlbetrag nicht aufkommen.

Haun: "Wir kämpfen um die schwarze Null"

Im laufenden Jahr strebt Haun ein ausgeglichenes Ergebnis für das Bayreuther Großkrankenhaus an. Neben der Patientenzahl wachsen auch die Umsätze an. "Wir kämpfen um eine schwarze Null und sind verhalten optimistisch", sagt Haun.  Ein Grund dafür: Im ersten Halbjahr 2015 sei die Zahl der Patienten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um 3,5 Prozent gestiegen. Dies führt der Klinik-Chef auf das wiedergewonnene und wachsende Vertrauen der Patienten und die seinen Worten nach gestiegene Versorgungsqualität  zurück.Voraussetzung dafür seien ausreichendes und hoch qualifiziertes Personal sowie moderne medzinisch-technische Ausstattung.

Klinikum strebt Qualitätsführerschaft an

Deshalb habe das Klinikum im Jahr 2015  rund 13,5 Millionen Euro in Anlagen und Gebäude investiert. In diesem Jahr sollen weitere Großprojekte in Betrieb gehen. Dazu zählt ein Kombinationsgerät aus Positronen Emissions Tomographie (PET) und Computertomographie (CT) in der Nuklearmedizin – ein Gerät, das Patienten Sicherheit in der Frühdiagnostik von Krebs- oder Demenzerkrankungen bietet. Und: „Für mehr Qualität haben wir bereits 2014 das Weiterbildungsbudget für unsere Mitarbeiter verdoppelt“, sagt Haun.  Außerdem sei das Pflegebudget noch nie so hoch wie heute. Zuletzt hat der Geschäftsführer das Personalbudget im April noch einmal aufgestockt. Haun sagt: Ohne diese Schritte hätte sich der Verlust des vergangenen Jahres wohl vermeiden lassen. Aber: "Topqualität kostet Geld“, sagt der Klinikum-Chef. "Für die Qualitätsführerschaft in der Region müssen wir in Vorleistung gehen, da gibt es keine Kompromisse.“ Qualitätsführerschaft sei kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Patienten zeigen Stärken und Schwächen auf

Was Qualität ist, entscheiden vor allem die Patienten: Deshalb befragt das Krankenhaus alle Patienten und vergleicht die Ergebnisse mit den Werten von  40 Partnerkrankenhäusern. "Wir wollen wissen, wo wir gut sind und genauso, wo wir uns verbessern können."  Sparen wird das Klinikum Bayreuth auch - "durch kluge Rationalisierungen", sagt Haun. "Aber das Sparen darf nie zu Lasten der Qualität gehen."

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