Klimawandel im Tigerkäfig Bayreuther wollen Siegesserie ausbauen

Der Goldhelm: Mit acht Toren und 16 Vorlagen ist Ville Järveläinen Bayreuther Topscorer. Foto: Peter Mularczyk

EISHOCKEY. „Ich halte wenig von Revanchegedanken und Genugtuung“, sagt Geschäftsführer Matthias Wendel. Die Erinnerungen an die Hinspiele gegen die kommenden beiden Gegner seiner Bayreuth Tigers sind bei ihm aber immer noch präsent. Das 0:5 gegen die Eispiraten Crimmitschau (7./31 Punkte) und das 4:10 bei den Löwen Frankfurt (3./47) am dritten Oktoberwochenende mündeten in eine erste handfeste Krise bei dem DEL2-Schlusslicht, in deren Folge der Geschäftsführer seine Akteure öffentlich anzählte. Die Wirkung der Kritik entfaltete sich spät, aber sie entfaltete sich. Vor den Rückspielen gegen die beiden Krisen-Auslöser heute um 20 Uhr (in Crimmitschau) und am Sonntag um 16 Uhr (gegen Frankfurt) hat sich das Stimmungsbild im Bayreuther Lager komplett gewandelt.

„Es wird wieder gelacht beim Training, alle sind mit Spaß bei der Sache“, gewährt Trainer Petri Kujala einen kleinen Einblick in das Innenleben seiner Mannschaft. Was Siege so alles bewirken können. „Wir machen nun auch instinktiv vieles besser, unser Forechecking ist intensiver, die Lücken im Rückraum sind kleiner.“ Vier Mal in Folge haben die Bayreuther zuletzt gewonnen und damit diesen Klimawandel eingeleitet. Wie nachhaltig der aber ist, wird sich nun gegen Crimmitschau und Frankfurt zeigen. Dabei gilt für Matthias Wendel und auch Petri Kujala das Credo: Leistung vor Ergebnis. Deshalb hat der Trainer auch keine Angst davor, dass ein Niederlage das noch wackelige Gebilde „Selbstvertrauen“ zum Einsturz bringen könnte. „Die Jungs haben jetzt vier Mal hintereinander gesehen, was möglich ist, wenn die Leistung stimmt. Aus der Bahn wirft uns eine Niederlage nicht.“

Trotz der jüngsten Erfolge gehen die Bayreuther als Außenseiter in die beiden kommenden Partien. Im Gastspiel bei den Eispiraten werden die Tigers den kanadischen Verteidiger Carl Hudson besonders im Auge haben müssen. Der 32-Jährige ist mit 25 Punkten (11 Tore / 14 Vorlagen) Topscorer bei den Westsachen, vor Patrick Pohl (7/17) und seinem kanadischen Landsmann Rob Flick (15/8).

Frankfurter stark im Powerplay

Noch ein Stück weit höher wirkt, zumindest rein statistisch, die Hürde gegen die Frankfurter. Die Löwen haben vier ihrer letzten fünf Spiele gewonnen und stellen hinter Bad Nauheim (27 % Erfolgsquote) das zweitbeste Überzahl-Team der Liga (25 %). Hinzu kommt ein breiter, hochwertiger Kader. Topscorer ist der vor der Saison nach Frankfurt gekommene Deutsch-Kanadier Adam Mitchell. Der 35-Jährige erzielte bislang zwölf Tore und lieferte 19 Vorlagen.

Petri Kujala kann aus dem Vollen schöpfen, denn die gegen Martin Heider in Kassel ausgesprochene Disziplinarstrafe blieb für den Bayreuther Verteidiger ohne Folgen. Somit werden Gustav Veisert und Noah Nijenhuis für Kooperationspartner Selber Wölfe an den Start gehen.

 

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