Klarer Tigers-Sieg im Schlüsselspiel

Zunehmende spielerische Vorteile und entsprechend viele Chancen erarbeiteten sich die Bayreuther. Als Torschützen zeichneten sich dabei unter anderem Luca Gläser (rechts) und Sebastian Busch (Mitte) aus. Foto: Peter Kolb

Sehr überzeugend haben die Bayreuth Tigers ihre Aufgabe in einem Schlüsselspiel gelöst: Der Tabellenzehnte der DEL2 besiegte seinen unteren Tabellennachbarn EHC Freiburg gestern Abend klar mit 5:1 (1:0, 2:1, 2:0) und setzte sich damit ein gutes Stück von den vier Playdown-Plätzen ab.

„Nach dem ersten Drittel konnten wir spielerisch noch nicht zufrieden sein“, sagte Tigers-Trainer Sergej Waßmiller. „Dann haben wir aber immer mehr Chancen erarbeitet. Es freut mich, dass sich mein Team für die gute Leistung diesmal mit fünf Toren belohnt hat.“

Führungstor durch Debütanten Tomanek

Zum Spieler des Tages wurde am Ende ausgerechnet Debütant Roman Tomanek gewählt. Der in Freiburg ausgemusterte Slowake rückte gleich in die Startformation, in der Sergej Stas durch eine Verletzung im Training am Vormittag ausgefallen war, durfte im ersten Powerplay mitwirken und zeichnete sich nach sechseinhalb Minuten sogar als Torschütze aus. Nachdem er selbst hinter dem Tor die Scheibe erarbeitet hatte und Yannick Drews nach seinem Pass knapp gescheitert war, traf Tomanek im Nachsetzen.

Die Führung der Bayreuther war absolut verdient, denn sie hatten bis dahin alles im Griff. Sie hatten nicht nur keine einzige kritische Szene vor dem eigenen Tor zugelassen, sondern das Geschehen sogar weitgehend in die Freiburger Zone verlagert. Dabei kamen die Gastgeber schon nach gut fünf Minuten bei einem Schuss von Jonas Gerstung an den Innenpfosten der Führung sehr nahe.

Gleich nach dem 1:0 folgte dann zwar eine Phase mit Freiburger Dauerdruck, in der auch Tigers-Torhüter Tomas Vosvrda geprüft wurde, aber das war schon nach gut zwei Minuten wieder vorbei. Danach neutralisierten sich beide Teams, auch aufgrund von Ungenauigkeiten im Aufbau.

Viel Abwechslung im zweiten Drittel

Der zweite Abschnitt verlief viel abwechslungsreicher, wobei zunächst die Freiburger ihr Chancenverhältnis verbesserten. So war ihr Ausgleich durch einen Konter von Jakub Babka nicht unverdient, zumal sie den Trend auch danach fortsetzten. Eine recht ungewöhnliche zweifache Strafe für Michal Bartosch (Haken plus Halten) bescherte ihnen nach sechs Minuten sogar vier Minuten in Überzahl, in denen sie aber kaum Gefahr entwickelten. Besser machten das dann die Tigers: Zwar erzielte auch ihr Powerplay zunächst wenig Wirkung, aber 25 Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Christian Billich verschaffte sich Luca Gläser in Mittelstürmerposition geschickt Platz und traf aus der Drehung.

Damit hatten die Bayreuther wieder an Sicherheit gewonnen und kontrollierten das Geschehen wieder besser. Und schließlich markierten sie den Höhepunkt in einer spektakulären Phase im Spiel vier gegen vier. Nach klaren Chancen und tollen Torwartparaden auf beiden Seiten schloss Sebastian Busch einen schnellen Angriff mit einem Schuss in den Winkel zum 3:1 ab.

Ein Aufbäumen der Freiburger im letzten Drittel wurde durch das 4:1 im Keim erstickt. Die KGB-Reihe kombinierte dabei nach dem Scheibengewinn in der Freiburger Zone so brillant, dass der insgesamt mit vier Scorerpunkten auffallende Andreas Geigenmüller vor dem leeren Tor stand. Danach beherrschten die Tigers den nun völlig enttäuschenden Gegner vollkommen. Sogar eine Unterzahl, die siebeneinhalb Minuten die letzte Chance für die Gäste zu bedeuten schien, überstanden sie geradezu locker.

Statistik

Bayreuth Tigers: Vosvrda – Heider, Müller; Potac, Neher; Gerstung, Pavlu; Linden, Mayer – Alanov, Tomanek, Drews; Geigenmüller, Kolozvary, Bartosch; V. Busch, S. Busch, Gläser; Voronov.

EHC Freiburg: Hanuljak – Woidtke, Brückmann; Körner, Kästle; Maly, Rießle – Linsenmaier, Kunz, Billich; Duda, Mancari, Babka; Saccomani, Herm, Airich; Cihak.

SR: Tony Engelmann, Nicole Hertrich; Strafminuten: Bayreuth 10, Freiburg 12; Zuschauer: 1664.

Tore: 1:0 (7.) Tomanek (Drews), 1:1 (24.) Babka (Duda), 2:1 (33.) Gläser (Geigenmüller – 5 gegen 4), 3:1 (39.) S. Busch (Geigenmüller, Potac – 4 gegen 4), 4:1 (44.) Geigenmüller (Kolozvary, Bartosch), 5:1 (57.) Potac (Kolozvary, Geigenmüller – 5 gegen 4).

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