Keine Krisenstimmung bei Young Heroes

„Insgesamt bewerte ich unsere Bilanz positiv.“ Diese Aussage von Philipp Galewski in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Young Heroes Bayreuth überrascht beim Blick auf die Tabelle der Regionalliga Südost: Obwohl regelmäßig vier Spieler aus dem Trainingskader der Bundesliga-Profis zur Verfügung stehen und vereinzelt mit Robin Amaize sogar ein BBL-Stammspieler, liegt das Team mit nur einem Sieg aus zehn Spielen schon etwas abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Galewski versteht die Frage nach der sportlichen Zwischenbilanz des jungen Vereins aber auch umfassender: „In der JBBL stehen wir als Dritter einer starken Gruppe vor dem erstmaligen Einzug in die Hauptrunde – das ist schon sehr, sehr gut. Und in der NBBL liegen wir immerhin nicht auf dem direkten Abstiegsplatz.“ Somit sei man dem Ziel näher denn je, erstmals mit dem sportlichen Klassenerhalt die Kosten für eine Wildcard zur obligatorischen Teilnahme an U-16- bzw. U-19-Bundesliga einsparen zu können. „Besonders stolz bin ich aber darauf, dass wir wirtschaftlich unabhängig sind von der Profi-Organisation“, betont Galewski.

Die spezielle Lage der ersten Männermannschaft will der Vorsitzende aber natürlich nicht schönreden. Nur erklären will er sie: „Die Spieler müssen sich auf die Rolle als Farmteam umstellen. Das verlangt eine komplett veränderte sportliche Einstellung. Es war klar, dass das schwer wird.“

Perspektivspieler mit Führungsaufgaben

Deswegen sei auch die namhafte Besetzung des Teams keineswegs eine Erfolgsgarantie: „Wir reden hier von Perspektivspielern im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Die müssen einerseits ihre Rolle im BBL-Kader erfüllen und sollen dann andererseits eine Mannschaft führen, mit der sie kaum einmal trainieren. Genau das ist dieser Farmteam-Charakter, und das ist wirklich richtig schwer.“

Zudem dürfe man das Niveau der vierthöchsten Spielklasse nicht unterschätzen: „Da spielen Mannschaften, die semiprofessionell arbeiten. Oft sind gestandene Profis dabei. Erst kürzlich gegen Herzogenaurach haben wir beispielsweise Robert Zinn gesehen, der in der vergangenen Saison noch für den Mitteldeutschen BC in der Bundesliga gespielt hat und nun ein Zweitspielrecht von Nürnberg besitzt.“

Dass sich der aktuelle Tabellenletzte grundsätzlich eher nach oben orientieren will, um auf bundesweiter Ebene für hoffnungsvolle Talente attraktiv zu sein, verhehlt Galewski nicht. Die Pro B als dritte Profiliga sei als konkretes Ziel aber noch „ganz, ganz weit“ entfernt: „Die Pro B erfordert noch einmal deutlich mehr Geld.“

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading