Katja Baumann beobachtet Katzen, Hund und Vögel – Sonderpreis bei „Jugend forscht“ Was Tiere wirklich sehen

Katja Baumann von der Realschule Pegnitz. Die Nemschenreutherin hat bei "Jugend forscht" in Kulmbach am zweiten März teil genommen und einen Sonderpreis für ihr Thema "Farbsehverhalten verschiedener Tiere" erhalten. Foto: Ralf Münch

Die Realschule Pegnitz hat Grund zu feiern. Die Zehntklässlerin Katja Baumann hat bei „Jugend forscht“ in Kulmbach jetzt einen Sonderpreis erhalten. Sie hatte sich das Thema „Farbwahrnehmung verschiedener Tierarten“ überlegt.

„Eigentlich bin ich auf die Idee gekommen, als ich daheim mit meiner Katze spielte“, sagt die 16-jährige Nemschenreutherin. Sie hatte beobachtet, dass sie, wenn sie ein Leckerli in die Luft wirft, die Katze es genau sieht und es fängt. Wenn sie es nur auf ihre Hand legte, bemerkte sie, dass es die Katze erschnuppern muss – die meisten Ideen und Überlegungen entspringen aus dem Alltag und der praktischen Beobachtung.

Etwa ein halbes Jahr recherchierte sie im Internet, wie Tiere ihre Umgebung sehen. Nicht ununterbrochen, sondern immer dann, wenn ihr „langweilig“ war. Dann setzte sich die 16-Jährige an den Rechner. Sie untersuchte nicht nur das Sehvermögen von Katzen, sondern weitete ihre Arbeit schließlich auch auf Vögel und Hunde aus. Das passierte alles nach der Schule, denn das Thema hat mit dem Schulunterricht rein gar nichts zu tun.

Bruder spornte sie an

„Ich hatte nie gedacht, dass ich einen Preis gewinne“, sagt Katja Baumann. Ihr drei Jahre jüngerer Bruder Philip war allerdings von Anfang an davon überzeugt. Er spornte sie an. „Du schaffst bestimmt einen Preis. Ich wette, du wirst sogar Erste, sagte er immer zu mir“, so die Schülerin. Ihr Bruder, der ebenfalls an der Realschule ist, hatte da weniger Glück. Denn auch er nahm an dem Wettbewerb teil. Sein Thema war „Physik am Bogen“.

Auch sein Thema kommt aus dem Praktischen. Denn er ist Sportschütze am Bogen - und ganz nebenbei Deutscher Meister darin. Katja: „Ich hätte ihm auch einen Preis gewünscht. Allerdings hatte er eine wirklich sehr starke Konkurrenz.“ Und aufgeregt war sie, als sie vor der Jury stand. Sie hatte Angst, herumzustottern, Wichtiges zu ihrem Thema zu vergessen, den Faden zu verlieren. Ist ja irgendwie auch logisch - man steht ja nicht jeden Tag vor einer Jury bei Jugend forscht. Geklappt hatte es dann doch.

Stolz auf Schülerin

Der stellvertretende Schulleiter Rudi Stopfer: „Wir haben eigentlich jedes Jahr eine Gruppe, die bei dem Wettbewerb teilnimmt. Aber wir sind natürlich sehr stolz darauf eine Schülerin hier zu haben, die einen Sonderpreis erhalten hat. Vor allem, weil sie zum ersten Mal an Jugend forscht teil genommen hat. Ich besonders, weil ich in diesem Jahr überhaupt nicht mithelfen musste. Ich hatte damit überhaupt nichts zu tun.“ Baumann grinst: „Doch. Sie halfen mir die Zettel zu laminieren.“ Stopfer grinst zurück: „Ja, okay. Bei den niedrigeren Tätigkeiten habe ich geholfen.“

Berufsziel ist Lehrer

Nimmt sie im nächsten Jahr wieder an dem Wettbewerb teil? „Das weiß ich nicht. Weil ich ja dann auch nicht mehr an der Schule bin.“ Denn im Juli wird sie ihr Abschlusszeugnis in den Händen halten, und in Bayreuth am Institut für Fachlehrer weiter lernen (ihr Berufsziel ist Lehrer), ist sich noch nicht sicher, ob es der Zeit wegen klappen würde. „Ich hab da eigentlich noch nicht genau darüber nachgedacht. Priorität hat jetzt erst einmal mein Abschluss.“

Auf die Frage, was denn ihr Lieblingsfach wäre, sagt sie: „Sport.“ Und natürlich Biologie - war ja auch logisch.

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