Kalender Fränkische Schweiz Der ganz besondere Blick

Frank Schneider hat den Naturkalender 2019 über die Fränkische Schweiz fotografiert. Auch ein Motiv von Gößweinstein (im Hintergrund die Burg und die Basilika) kann man darin finden. Foto: Ralf Münch

GÖSSWEINSTEIN. „Da steckt viel Herzblut drin“, sagt Frank Schneider und blättert durch seinen Kalender „Naturerlebnis Fränkische Schweiz“. Zum zweiten Mal gibt der selbstständige Grafik- und Fotodesigner einen Kalender mit faszinierenden Fotografien von Burgen, Ruinen, Höhlen und Landschaften aus der Fränkischen Schweiz heraus.

Schon in der Schule hat den 46-Jährigen aus Hausen das Kreative gereizt, im Abitur hatte er den Leistungskurs Kunst. Seit acht Jahren ist er in seinem Ein-Mann-Betrieb selbstständig. „Man kann jeden Tag etwas anderes machen, kann in viele Branchen reinschnuppern“, sagt er. Die Schwerpunkte bei seiner Fotografie sind Immobilien, Produktfotografie, Porträts und Werbefotografie. Zweimal hat er schon einen Reiseführer über die Fränkische Schweiz herausgegeben und seit diesem Jahr eben den Naturkalender.

Ein Stück Heimatverbundenheit

Warum die Fränkische Schweiz? „Ich hatte schon früh eine Beziehung zu der Gegend“, sagt Schneider. Früher war er mit seinen Eltern dort viel wandern und Ski fahren, es ist ein Stück Heimatverbundenheit. Und Landschaftsfotos sind einfach reizvoll für ihn.

Die Idee mit dem Kalender hatte er, weil hier das Bild im Mittelpunkt stehe. „Hier kann ich viele Ecken aus der Fränkischen Schweiz zeigen, da ist Abwechslung drin“, sagt Schneider. Nicht nur durch die Motive, sondern auch durch den Wechsel der Jahreszeiten, die auf jedem Monatsblatt zu sehen sind.

Schneider ging es darum, nicht nur Sommerbilder zu machen, sondern spannende Motive zu zeigen, eben beispielsweise im Oktober die Herbststimmung rüber zu bringen. Das Bild zeigt die Wiesent unterhalb der Burg Rabeneck. Es ist sein Lieblingsbild in dem Kalender. „Die Stimmung von Herbst und Nebel, das ist wie ein Gemälde, ein Zwitterbild“, nennt es Schneider.

Den richtigen Moment einfangen

Oft sind es ungewöhnliche Zeiten, zu denen er zum Fotografieren geht, um eine ganz besondere Lichtstimmung einzufangen. Da kann es schon passieren, dass er um 4 Uhr in der Nacht aufs Walbala fährt, um den richtigen Moment des Vollmondes einzufangen. „Da geht es manchmal um Minuten“, sagt Schneider. Die besten Bilder entstehen in der Dunkelheit oder bei Sonnenauf- oder -untergang. „Das Licht ist der Pinsel der Fotografie“, nennt er es.

Wetter und Sonnenstand planen

Die Motivauswahl ist mit viel Planung verbunden. Erst einmal fährt er durch die Gegend und sucht Orte, die sich für ein Bild eignen würde. Dann müssen Wetter und Sonnenstand genau geplant werden. Und wenn die optimalen Lichtverhältnisse passen, dann fährt er noch mal hin, um das eigentliche Bild zu machen. „Das ist viel Output, den ich da über das Jahr verteilt kreiere“, sagt Schneider.

Und er achtet bei der Auswahl seiner Motive darauf, dass sie nicht schon überfotografiert sind, will Bekanntes einfach neu interpretieren. Dafür sei Entdeckergeist notwendig. Schneider zeigt als Beispiel das Septemberblatt mit einer Ansicht aus Tüchesfeld. Aber grundsätzlich ist diese Art der Fotografie Erholung für ihn, sagt er. „Da kann es früh um 5 Uhr auch ein erhabener Moment sein“, so Schneider. Und bei bestimmten Bildern, zum Beispiel bei Felsformationen, hat er einen Menschen mit auf dem Bild. So könne der Maßstab besser gezeigt werden.

Im Urlaub knipst Schneider einfach nur ein bisschen. „Meine Frau würde schimpfen, wenn ich, der sonst ständig Bilder macht, da nicht fotografieren würde“, lacht er.


Info: Der Kalender „Naturerlebnis Fränkische Schweiz“ ist in den Formaten DIN A2 für 26,95 Euro und DIN A 4 für 14,95 Euro im örtlichen Buchhandel oder über www.fotokalender-franken.de erhältlich.

 

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