Kader wird kleiner Altstädter trennen sich von Spielern

SpVgg-Trainer Timo Rost (links) hatte nach dem Burghausen-Spiel zwar ein wenig Tadel, doch am Ende auch viel Lob für seine Mannschaft parat. Vor allem deren Lernwilligkeit gefällt dem 40-Jährigen. Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Bis weit über den Jahreswechsel hinaus ist jetzt erst einmal Regenerieren angesagt für die Spieler des Regionalligisten SpVgg Bayreuth. Der Altstädter Kapitän Anton Makarenko brachte es nach dem bislang turbulenten Saisonverlauf auf den Punkt: „Ich bin in den letzten Spielen schon ein wenig auf der Felge gelaufen.“ Und sprach damit seinen Teamkollegen aus dem Herzen. Am 21. Januar bittet Trainer Timo Rost wieder zum Training für den entscheidenden Saisonabschnitt.

Bekanntlich überwintern die Altstädter auf dem elften Platz, mit dem nach dem katastrophalen Saisonstart mit null Punkten und null Toren aus den ersten sechs Spielen nicht einmal die kühnsten Optimisten rechnen konnten. Dementsprechend lobte der 40-Jährige Coach sein Team auch nach dem Jahresfinale gegen Burghausen: „Dafür gebührt den Jungs ein Riesen Kompliment. Als wir die Mannschaft übernommen haben, war sie geistig und körperlich in einem Loch. Ich möchte den Spielern danken für ihren Fleiß und dafür, dass sie unheimlich lernwillig sind und alles reinhauen, was geht.“

Im neuen Jahr wird das Altstädter Team ein anderes Gesicht haben. Geschäftsführer Mathias Fleischmann machte keinen Hehl daraus, dass man sich gleich von einer ganzen Anzahl von Spielern trennen wolle, die den Anforderungen von Trainer Timo Rost nicht mehr entsprechen. Mit dem zu Beginn der Spielzeit geholten österreichischen Schlussmann Christopher Stadler hat man sich bereits auf eine Vertragsauflösung geeinigt. „Wir müssen unseren Kader verschlanken“, sagt der Anwalt, „unser Trainer wünscht sich nach der Winterpause auf jeden Fall einen kleineren Kader“.

Zwei Neuzugänge im Gespräch

Zwei Neuzugänge sollen noch hinzu stoßen. „Ein Außenspieler und ein Mittelstürmer“, deutete Fleischmann an. Die restlichen drei Plätze sollen talentierten A-Junioren aus dem eigenen Stall vorbehalten bleiben. Jugendförderung soll an oberster Stelle stehen.

Gleichzeitig wurden und werden bereits erste Gespräche mit Stammspielern geführt, mit denen der Wunsch nach einer Vertragsverlängerung besteht. Der 30-jährige Makarenko, Marcel Schiller (21), Sebastian Kolbe (22), Tobias Weber (23), Ivan Knezevic (25), Chris Wolf (27), Christoph Fenninger (23), Steffen Eder (21), Patrick Weimar (23) und der in Reha befindliche 27-jährige Mittelfeldspieler Marco Rapp (der sich bekanntlich in seinem ersten Einsatz gegen den FV Illertissen das Kreuzband riss) sind unter anderem die Kandidaten, die nach dem Wunsch der Verantwortlichen auch in der kommenden Spielzeit das SpVgg-Trikot tragen sollen.

Zum Thema weitere Zukunft von Trainer Josef Albersinger wollte Fleischmann keine Auskunft geben, da es sich um ein schwebendes Verfahren handelt. Der vom früheren Geschäftsführer Wolfgang Gruber und von Fleischmann selbst verpflichtete Übungsleiter habe damals einen sehr guten Eindruck hinterlassen. „Er ist überlegt aufgetreten, hatte einen Plan. Und in der Schlussphase der letzten Spielzeit hat er uns sogar unentgeltlich unterstützt“, erinnert sich Fleischmann. „Aber wie die Zeit gezeigt hat, sind wir einer Fehleinschätzung unterlegen.“

Vermarktung der neuen Tribüne lässt sich gut an

Was die Vermarktung der neuen, überdachten Tribüne auf der Gegengeraden im Hans-Walter-Wild-Stadion angeht, sind die Altstädter auf einem guten Weg. „Es lässt sich alles sehr viel versprechend an“, verriet Fleischmann. „Wir haben schon viele Werbeflächen an den Mann gebracht.“

Fünf Testspiele

Fünf Testspiele und unter Umständen ein Trainingslager beinhaltet die Altstädter Vorbereitung auf den entscheidenden Saisonabschnitt. Alle Vergleiche finden in Neudrossenfeld auf dem Kunstrasen statt, den Auftakt macht der Vergleich mit dem Nordost-Landesligisten SV Friesen am Samstag, 26. Januar (14 Uhr). Am 2. und 9. Februar geht es gegen die Bayernligisten FSV Erlangen-Bruck und ATSV Erlangen (jeweils 12 Uhr). Für 16. Februar wird nach Auskunft des Sportlichen Leiters Wolfgang Mahr noch ein Gegner gesucht, die Generalprobe für den Punktspiel-Neustart am 2. März in Eichstätt steigt am Sonntag, 24. Februar, gegen den Bayernligisten Jahn Forchheim (12 Uhr).

 

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