ISEK: Die Ideen kreiseln "Wünsch dir was" der Bürger

HEINERSREUTH. Acht Millionen Euro wären es summa summarum, ließe man die Bürger werkeln, wie sie wollen. Acht Millionen Euro, verteilt auf etwa zwölf Jahre. Dann ließen sich die Wünsche der Altenploser, der Unterkonnersreuther und Martinsreuther, der Cottenbacher, der Heinersreuther und der Unterwaizer verwirklichen. Und diesen Wünschekatalog breiteten sie in der jüngsten ISEK-Werkstatt aus, bei der vor allem die Ortsteile zu Wort kamen. Vom Radweg, der weitergeführt werden soll bis Cottenbach und vom Kreisel zur Verkehrsberuhigung, reichten die Ideen. "Viele schlaue Ideen", wie Jens Gerhardt, Stadtentwickler aus Leipzig, kommentierte. Nur eines wurde nicht direkt angesprochen: die Ortsumgehung. Bürgermeisterin Simone Kirschner: "Ich wünsche mir dazu ein Ratsbegehren."

Anfang März nächsten Jahres geht es weiter mit der Meinungsbildung. Dann sollte die erste Entwurfsplanung auf dem Tisch liegen. Danach treffe sich wieder die Lenkungsgruppe der neben der Bürgermeisterin auch Rainer Böhner, SPD, Werner Kauper, CSU, und Ewald Berneth, FW, angehören. Nach der Freigabe sei eine öffentliche Abschlussveranstaltung Ende März geplant.

Kreisverkehr gegen Lärm

Vor allem die "seltsame Ampelschaltung" an der B 85 beschäftigt die Unterwaizer, fasst Jenny Müller für ihre Arbeitsgruppe zusammen. "Sie schaltet auch auf Rot, wenn keine Autos warten." Ein Kreisverkehr wäre hier die bessere Lösung, auch um den Lärm zu reduzieren. Außerdem wünscht man sich in Unterwaiz neue Baugebiete, sowie ein Baumhaus am Kinderspielplatz.

Geh- und Radweg

Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs sehen die Unterkonnersreuther und Martinsreuther als sehr wichtig an, aber auch ein Gehweg von Unterkonnersreuth zur Bundesstraße 85. Eine Lösung des Problems sehen sie auch im Carsharing. Den von den Cottenbachern favorisierten Radweg könnte man über Martinsreuth und Heinersreuth zurück nach Bayreuth in einer "attraktiven Schleife" führen, sagt Konstantin Knopf.

Auch in der Dorfmitte wünschen sich die Unterkonnersreuther Veränderungen. Der Spielplatz sollte auf die andere Straßenseite verlegt, mehr Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Im Umfeld der Mühle könnte ein Naturerlebnispfad angelegt und die natürliche Eislauffläche hinter der Firma Metallbau-Fischer verbessert werden.

Bushaltebuchten auflösen

Mit einer gewissen Schlitzohrigkeit nähern sich die Altenploser der Verkehrsberuhigung auf der Ortsdurchfahrt. Ihr Vorschlag, den Uwe Netsch vorträgt: Die Bushaltebuchten auflösen um durch die haltenden Busse die Autos zum Langsamerfahren zu zwingen und damit auch Platz am Seitenstreifen zu gewinnen.

Von Kulmbach her könnte man einen Verkehrstrichter schaffen. Damit wäre auch das Abbiegen Richtung Mehrzweckhalle einfacher. Kanalanschluss auch für die Neuenploser und ein Naherholungsgebiet Richtung Jöslein waren weitere Themen. Unbedingt wünschen sich die Altenploser das Mehrgenerationenhaus in der neuen Mitte.

Naherholungsgebiet Bleyer

Ein Kreisverkehr auf Höhe der Jet-Tankstelle, das ist der Vorschlag der Heinersreuther zur Verkehrsberuhigung, erläutert Volkmar Klatt. Ein Kreisel sei auch eine mögliche Lösung für die Abzweigung Richtung Cottenbach. Darüber hinaus könnte man den Hausberg der Heinersreuther, den Bleyer zu einem Naherholungsgebiet mit Aussichtsturm entwickeln und den Kirchgarten auch für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Erhalt der Arztpraxis und des Wirtshauses stehen ebenfalls auf der Wunschliste.

Gemeinschaftsraum

Als stark wachsender Ortsteil möchte sich Cottenbach vor allem besser vernetzen, sagt Heiko Popp und zeigt auf der Karte die mögliche Trasse für einen Radweg nach Bayreuth. "Dafür verzichten wir auf einen Kreisel." Den Dorfmittelpunkt besser auszugestalten ist ihnen auch wichtig, mit Kneippanlage am Dorfweiher, und einem Gemeinschaftsraum, um Neubürger besser integrieren zu können. Dazu ein kleines Museum. "Wir haben schließlich die älteste Landjugend hier."


Am 8. Februar 2019 findet eine Jugendwerkstatt in der Turnhalle statt, organisiert vom Kreisjugendring. Dabei soll vor allem Jugendlichen die Möglichkeit geboten werden, ihre Ideen in die Zukunftsentwicklung einzubringen.

 

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