Internetmeldung von Verdi sorgt für Alarm in Bayreuth Hugendubel vor dem Aus?

Panikmache oder Alarmglocke? Im Blog der Gewerkschaft Verdi erklingt der Abgesang auf Hugendubel Bayreuth.

Eine Liste im "Hugendubel Verdi Infoblog" sorgt für Alarm in Bayreuth: Neben Niederlassungen unter anderem in Berlin und Weiden sei auch der Hugendubel in Bayreuth zur Schließung verdammt. Unter dem Titel "die Liste der Grausamkeiten" spricht der Blog von "Filialschließungen, die in nächster Zeit bzw. in naher Zukunft anstehen" und nennt darunter auch das Haus an der Maxstraße. Für den Blog ist laut Impressum Verdi-Landessekretär Stefan Kraft verantwortlich. Er war gestern für Nachfragen nicht zu erreichen. Verdi-Bezirkssekretär Bernd Bauer teilte auf Nachfrage des Kurier lediglich mit, dass er sich "darum noch nicht gekümmert" habe.

Filialen auf dem Prüfstand

Anders stellt Hugendubel die Angelegenheit dar. Ein Sprecher der Zentrale dementierte in München, dass es für die Bayreuther Niederlassung einen Beschluss oder einen Termin für eine Schließung gebe. Das Haus stehe wie andere Filialen auch auf dem Prüfstand. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat der Buchhändler seine Niederlassungen unter anderem in Berlin Tauentzien, Kassel und München Salvatorplatz geschlossen, im Hugendubel am Potsdamer Platz in Berlin gehen 2014 die Lichter aus. Acht Filialen sind betroffen.

An anderen Standorten in Berlin Neukölln, Mainz, Regensburg, Frankfurt und Nürnberg habe Hugendubel dagegen investiert, sagte der Sprecher weiter, "zum Teil bei dann kleinerer Fläche". In Dresden und Bad Homburg sei man lediglich umgezogen. Seit langen Jahren kämpft der stationäre Buchhandel mit den Folgen der Digitalisierung und der Konkurrenz von Internetanbietern.

Betroffen zeigte sich der Bayreuther Filialleiter Harald Reithel. "Das ist eine Totengräbermeldung", sagte Reithel, "schädlich ist so etwas immer, außerdem standen Filialen drin, die pudelgesund sind." 

Foto (Archiv): Lammel

 

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