In Kulmbach 7. Fakultät der Uni Bayreuth eröffnet

Den ersten Baum für den Campus gibt es bereits. Oberbürgermeister Henry Schramm (von links) überreichte ihn an Kanzler Markus Zanner, Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Gründungsdekan Professor Stephan Clemens und den Präsidenten der Uni Bayreuth, Professor Stephan Leible. Foto: Melitta Burger

KULMBACH/BAYREUTH. Vor etwa 300 geladenen Gästen ist am Freitag die 7. Fakultät der Universität Bayreuth für Lebenswissenschaften – Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit am Standort Kulmbach offiziell eröffnet worden. „Die Stadt Kulmbach ist Universitätsstadt“, verkündete Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler unter lautem Applaus der Gäste, die auf ihren Plätzen Bierfilze mit dem Slogan „Die Universität der Neudenker“ vorfanden. 

Jetzt beginnt der Aufbau des neuen Hochschulstandorts, an dem bis zum Jahr 2025 bis zu 1000 junge Menschen studieren und an dem Forschung ebenso betrieben werden soll wie es auch Unterstützung für Start-up-Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich geben wird.

Für die Universität, für die Stadt Kulmbach und die gesamte Region, darüber waren sich Minister Sibler, Uni-Präsident Professor Stefan Leible und Oberbürgermeister Henry Schramm einig, wird diese neue Fakultät einen großen Gewinn darstellen. „Hier ergibt sich eine echte Win-win-Situation“ betonte Sibler. 

22 Professuren sollen in Kulmbach etabliert werden. Forschungsfragen sind, wie die Uni Bayreuth mitteilt, die kausalen Zusammenhänge zwischen Krankheitsrisiko und Lebensweise, der Einfluss von individuellen, kulturellen oder sozioökonomischen Faktoren auf die Gesundheit und die Versorgung der Menschen mit gesunden Lebensmitteln. 

Der Campus Kulmbach wird international aufgestellt. Unterricht findet zum Teil in Englisch statt, Studenten sollen auch aus dem Ausland gewonnen werden.

Anerkennung sprach Sibler der Stadt Kulmbach für ihren Plan aus, die Uni mitten in die Stadt zu holen, statt sie auf der grünen Wiese anzusiedeln. „Das ist ein ideales Umfeld für kräftige Investitionen.“ Uni-Präsident Leible zeigte sich hochzufrieden: „Wir sind glücklich und stolz, dass wir heute den Campus Kulmbach der Universität Bayreuth eröffnen können. 

Von der Idee bis zu diesem Tag sind nur 21 Monate vergangen. In dieser kurzen Zeit haben wir die relevanten Player an einen Tisch geholt, Konzepte entwickelt und die internationale Forschungslandschaft einbezogen. Was dabei herauskam, kann sich sehen lassen.“

Große Anerkennung sprach Leible Oberbürgermeister Schramm und dem Projektteam der Stadt Kulmbach aus. Das immense Projekt sei nur möglich gewesen, weil alle zusammengearbeitet haben, betonte Professor Leible.

Von einem „historischen Tag für Kulmbach“ sprach Oberbürgermeister Henry Schramm. Er verglich die Bemühungen um die Ansiedlung des Uni-Standorts mit einem Marathonlauf. Auch wenn nun mit der offiziellen Gründung der Fakultät ein weiterer Meilenstein erreicht sei, stehe man aber trotzdem erst an der ersten Verpflegungsstation. „Es gibt noch viel zu tun“, machte Schramm deutlich.

Lehre und Forschung werden in Kulmbach vom kommenden Jahr an zunächst in Interimsräumen stattfinden, bis der Campus gebaut ist. Viel Geld werde dafür investiert. 136 Millionen Euro habe der Freistaat in den kommenden fünf Jahren für das Projekt vorgesehen.

Auch die Stadt Kulmbach werde in den kommenden Jahren viel in die Infrastruktur investieren, versprach Schramm. 

 

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