Immer noch Unmut im Ahorntal: Schließung der Filiale erneut Thema bei Info-Veranstaltung Ersetzt andere Bank die Sparkasse?

Der Unmut über die Schließung der Sparkassenfiliale in Kirchahorn hält an. Foto: Ralf Münch

Nach wie vor erhitzt im Ahorntal die Schließung der Filialen von Sparkasse und VR-Bank die Gemüter. Bei der Informationsveranstaltung zum geplanten Rathausneubau gab es erneut kritische Worte zu diesem Thema. Bürgermeister Gerd Hofmann brachte eine andere Bank ins Spiel - ohne Namen zu nennen.

„Ich bin guter Dinge“, so Bürgermeister Gerd Hofmann, „dass wir es schaffen, die Abwärtsspirale in der Gemeinde zu stoppen.“ Er bedauerte , dass er erst drei Tage vor dem Kurier-Bericht von der Schließung der Sparkasse erfuhr. Der Verweis auf die Filiale in Waischenfeld sei alles andere als glücklich. Dort gebe es neben Parkproblemen keinen behindertengerechten Zugang und keine Barrierefreiheit.

Das sagt der Landrat

Fakt seit laut Aussage des Landrates, dass bis zur Eröffnung des Dorfladens der Geldautomat der Sparkasse zur Verfügung steht. Hofmann: „Wir werden uns mit dem Ladenbetreiber zusammensetzen und uns um eine Kooperation, in welcher Form auch immer, kümmern.“ Allerdings dürfte das Abheben von Bargeld mit Giro-Karte an der Ladenkasse zu Problemen führen. „Wenn 20 Leute das Gleiche machen, ist kein Wechselgeld mehr da“, so Hofmann.

Zumindest der Automat muss bleiben

Man kämpfe weiter für den Erhalt eines Automaten oder – „noch besser“ – für ein SB-Terminal. Mittlerweile hat die Gemeinde verschiedene Banken angeschrieben. Eine Antwort stimme ihn hoffnungsvoll. Dieses Geldinstitut könnte sich sicher sein, einige Hundert neuer Kunden zu gewinnen.

Kritik der Gemeinderäte

Kritisch ging Gemeinderat Thomas Nägel (CWU) mit der Sparkasse Bayreuth ins Gericht: „Die Sparkasse lässt die älteren Leute im Stich.“ Seine Aussage wurde mit Beifall aufgenommen. Er hoffe sehr, so Nägel, dass eine neue Bank kommt und alle Ahorntaler dorthin wechseln. Auch Landrat Hermann Hübner bekam durch Erhard Haas sein Fett weg: Er solle sich für seinen Landkreis einsetzen.

Da fehlen auch Steuereinnahmen

Welche Verluste die Gemeinde bei der Gewerbesteuer durch den Abzug der Filialen von VR-Bank und Sparkasse in Kauf nehmen muss, wollte Georg Ollet wissen. Ohne auf Zahlen einzugehen betonte der Bürgermeister „da fehlt uns einiges in der Kasse“. Angesprochen auf die Solidarität unter den Bürgermeistern in der Region gab Hofmann zu erkennen: „Solidarität besteht nur bis zu einem bestimmten Punkt, da ist man oft Einzelkämpfer“.

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