Ideen für Behinderten-Programm gesucht Landesgartenschau soll inklusiver werden

Jugendliche haben schon ein Weidenlabyrinth errichtet. Jetzt fehlen noch Ideen, wie Menschen mit Behinderung mitmachen können. Foto: Harbach

Die Bayreuther Landesgartenschau soll eine Veranstaltung für alle werden – auch für Menschen mit Einschränkungen. Was bisher für sie geplant ist, stellte Ronny Schuster vom Team der Landesgartenschau am Donnerstag im Behindertenbeirat vor. Das Programm hat noch einige Lücken.

Zwar haben die Veranstalter der Landesgartenschau schon seit September Gespräche mit Behinderten-Gruppen geführt und viele positive Rückmeldungen bekommen, sagt Ronny Schuster dem Kurier. Er ist für das Kinder-, Jugend- und Familienprogramm verantwortlich. Aber was die konkrete Planung des inklusiven Veranstaltungsprogramms angeht, „stoße ich gerade an Grenzen“, sagte Schuster in der Sitzung. Das Problem: Er bekomme „nicht ganz viel Input“ - also zu wenig.

Bislang stehe fest: Das Heilpädagogische Zentrum beteiligt sich, außerdem werden die MS-Gesellschaft und die Aktion Mensch einen Aktionstag abhalten. Vorschläge sind also willkommen, appellierte Schuster. Egal ob Sport, Konzerte, Theater, Kultur oder Vortrag. Hauptsache, es spricht gleichzeitig Menschen mit und ohne Behinderung an. Auch das Bildungsprogramm „Schule im Grünen“ könne noch inklusive Ideen vertragen.

Barrierefreie Angebote auf dem Gelände

Was das Gelände der Landesgartenschau selbst angeht, schaut es schon besser aus mit dem barrierefreien Angebot, erläuterte Schuster. Das hat einen Grund: „Mit dem Behindertenbeirat haben wir von Anfang an zusammengearbeitet.“ An den Tast- und Duftgärten im Panoramakabinett werden wohl nicht nur Blinde ihre Freude haben. Auf dem Lebensweg der Kirchen ist ein Hochbeet geplant, damit auch Rollstuhlfahrer den Pflanzen möglichst nahe kommen können. Die Behindertenwerkstatt gestaltet einen Insektenweg und im Bereich der Jungen Landesgartenschau können Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam an der Essbaren Stadt garteln.

Auch das Info-Angebot soll möglichst viele ansprechen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband bietet Führungen für Gehörlose an. Bei den Veranstaltungen auf der Bühne sollen Gebärdendolmetscher übersetzen. Ein Faltblatt in leichter Sprache hilft denen, die sich mit Lesen schwertun. In Arbeit ist laut Schuster auch ein Tastplan für Sehbehinderte, der an der Kasse ausliegen soll. Auf dem ganzen Gelände werden Infotafeln in Brailleschrift stehen – und Behinderten-Toiletten nicht nur am Eingang.

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