Ideale Bedingungen für Marathonlauf

Erschöpft, aber zufrieden – so bezeichnete Franz Weisser seinen Zustand, nachdem er den Fränkische-Schweiz-Marathon gelaufen war. Die 42,195 Kilometerlange Strecke auf der Bundesstraße 470 im Wiesenttal absolvierte er in der Zeitvon 3:56 Std. Sieger wurde Getachew Endisu Etana, der vor einigen Jahren als Asylbewerber nach Auerbach-Michelfeld gekommen war,

„Die Zeit ist im Rahmen meiner Fähigkeiten“ meinte der 53-jährige Weisser, nachdem er durch das Ziel in Ebermannstadt gelaufen war. Der Pegnitzer war einer von etwa 215 Teilnehmern, die sich an gleicher Stelle um 8.40 Uhr (nach dem Start der Inline-Läufer und Handbiker) in Ebermannstadt auf den Weg gemacht hatten. „Die Bedingungen waren ideal“, so Weißer. „Es war kühl, aber nicht kalt. Bessere Voraussetzungen kann man sich nicht wünschen.“ 

Regenschauer kurz vor 13 Uhr

Und vom ersten Regenschauer, der kurz vor 13 Uhr auf die Strecke herabprasselte, bekam er schon nichts mehr mit. Da prasselte anderes Wasser auf hin herab – er stand in der Dusche. Der Fränkische-Schweiz-Marathon besitzt nach Weissers Ansicht alles, was es für ein schönes Lauferlebnis braucht: Eine schöne Strecke, gute Organisation und begeisterte Zuschauer. Außerdem findet der Lauf jedes Jahr am ersten Septembersonntag statt.

Guter Abschluss für die Saison

„Er bildet einen guten Abschluss für die Saison, denn im Sommer läuft man sowieso öfter, man ist besser trainiert.“ Weisser findet es nicht so gut, wenn die Wettbewerbe im Frühjahr stattfinden. Dann befindet sich der Körper nach dem Winter erst wieder in der Aufbauphase. „Ich bin beispielsweise im vergangenen Jahr den Hamburg-Marathon gelaufen. Der fand  im April statt, das war nicht so ideal.“

2013 ist er in New York gelaufen

Für den Pegnitzer war es bereits der 11. Fränkische-Schweiz-Marathon. Er hat aber auch schon an größeren Wettbewerben teilgenommen. „2013 bin ich in New York gelaufen.“ Unterschiedlicher könnten die Events nicht sein. In der Millionenmetropole hat man immer einen Läufer direkt vor und hinter sich – im beschaulichen Tal der Wiesent komme man sich manchmal  schon etwas verloren vor.

Adrenalinspiegel ist viel höher

Zum einen ist die Zahl der Läufer viel geringer und außerdem stehen auf langen Streckenabschnitten (wegen des engen Tales)  keine Zuschauer, die die Sportler anfeuern. „In New York spielen viele Bands und man sieht man an jeder Biegung etwas anderes. In der Fränkischen Schweiz steht die Natur im Vordergrund. Deshalb ist in der Großstadt der Adrenalinspiegel viel höher.“

 Der Fränkische-Schweiz-Marathon besitzt mehr Ähnlichkeit mit Weissers „Trainingsgelände“, die Hügel rund um die Ortschaft Buchau, wo er wohnt. „Hier kann ich nach der Arbeit die Sportschuhe anziehen und einfach loslaufen. Das ist für mich der ideale Ausgleich nach einem Tag im Büro.“ Weißer ist Entwicklungsleiter in einer Möbelfirma bei Hersbruck, er verbringt viel Zeit im Auto und im Büro.

 

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