Hoffnung der Haspo-Damen unerfüllt

In der Theorie war der Plan von Trainer Mario Malovetz (links) gar nicht so schlecht. Die praktische Umsetzung klappte aber nicht gut genug. Foto: Peter Kolb

Auch im fünften Saisonspiel in der 3. Bundesliga Ost sind die Damen von Haspo Bayreuth ohne Punktgewinn geblieben. Erwartungsgemäß war die Gelegenheit dazu beim Berliner TSC zwar größer als in den vorangegangenen Partien, aber am Ende ging das Schlusslicht trotzdem mit 23:29 (12:15) wieder leer aus.

„Das war schon unglücklich, denn wir waren die bessere Mannschaft“, sagte Haspo-Trainer Mario Malovetz. „Wir hatten spielerisch mehr zu bieten und mehr Ideen. Die Berlinerinnen haben mehr oder weniger immer das gleiche gemacht, aber wir haben es nicht geschafft, das zu unterbinden.“

Die Bayreutherinnen hatten vielversprechend begonnen mit einer gut eingestellten Abwehr, in der die taktischen Vorgaben gut umgesetzt wurden. Allerdings leisteten sie sich in ihrem Eifer bald zu viele Zeitstrafen. „Das lag nicht an den Schiedsrichtern, denn die waren wirklich gut“, betont Malovetz. Das 10:9 sollte die letzte Führung der Gäste bleiben, auch weil sie mitunter im Aufbau zu viel riskierten und durch Fehler dem Gegner ein paar Gegenstöße ermöglichten.

Wichtige Siebenmeter nicht genutzt

Vor allem aber ließ Haspo zu viele Chancen ungenutzt. Besonders ärgerlich waren drei vergebene Siebenmeter, davon zwei in ganz wichtigen Situationen: Jana Lichtscheidel hätte nach dem guten Start in die zweite Hälfte zum 16:16 ausgleichen können (37.), und Loraine Hellriegel scheiterte beim Stand von 20:23 (49.). Da sich die Gäste in dieser Phase auch noch einen Wechselfehler leisteten, gerieten sie mit 20:25 (54.) in Rückstand. Damit war die Moral gebrochen, so dass der Endstand zu deutlich ausfiel. Zu den positivsten Aspekten im Haspo-Team gehörte das Comeback der lange verletzten Sara Mustafic am Kreis.

Statistik

Berliner TSC: J. Meyer, Ikrzypczak – Benisch, Keßler (6/2), Höbbel (2), J.Meyer II (2), Ziemer (4), Roscher (2), Grätz (1), Hoth (2), Reddig, Goldhagen (7), Förster (2), Chmurski (1).

Haspo Bayreuth: Benz, Schewetschek – Hellriegel (8/3), Brielmann (1), Lehnert (1), Kerling, Hall (1), Fischer (1), Mu-stafic (3), Lichtscheidel (6/4), Brahm, Friedrich, Renner (1), Schubert (1).

SR: Dux/Follmert (Lemgo); Strafminuten: Berlin 8, Bayreuth 18.

Stationen: 3:5 (7.), 8:5 (14.), 9:10 (22.), 13:10 (25.), 15:12 (Halbzeit), 16:15 (35.), 19:15 (39.), 22:20 (48.), 25:20 (54.), 29:23 (Ende).

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading