Herrmann verspricht 70 neue „Cybercops“

Ein bayerischer Kriminialbeamter, ein sogenannter "Cyber-Cop" sitzt in seinem Büro im bayerischen Landeskriminalamt in München vor seinem Bildschirmen, auf denen fast nackte minderjährige Mädchen zu sehen sind. Foto: Peter Kneffel/dpa

Im Kampf gegen zunehmende Internet-Kriminalität will Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Zahl speziell ausgebildeter IT-Ermittler bei der Polizei mehr als verdoppeln.

Derzeit gebe es 65 sogenannter Cybercops, weitere 70 würden in diesem Jahr eingestellt, sagte Herrmann am Donnerstag in Nürnberg. Im März seien zudem neue Kommissariate Cybercrime eingerichtet worden, so dass nun jede Kriminalpolizei-Inspektionen über eine solche Abteilung verfüge.

In Bayern wurden im Jahr 2016 rund 24.900 im Internet begangene Straftaten mit einem Gesamtschaden von 17,5 Millionen Euro registriert - 3,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Herrmann geht davon aus, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher liegt. „Derzeit werden in der Kriminalstatistik Auslandsstraftaten nicht erfasst“, erläuterte er.

Bund und Länder hätten sich aber darauf verständigt, im Ausland verübte Internet-Straftaten, bei denen die Opfer aus Deutschland stammen, in Zukunft ebenfalls in die Statistik einfließen zu lassen.

Wer „Cybercop“ werden will, muss Informatik studiert haben. Während der einjährigen Ausbildung erhalten die angehenden Internet-Ermittler eine Einweisung in den Polizeidienst.

„Damit kombinieren wir IT-Know-how mit polizeilichen Fachkenntnissen“, sagte Herrmann.

dpa

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