Haushaltsbericht Weidenberger Schulden bleiben überdurchschnittlich hoch

Im Weidenberger Rathaus wird vor allem eines verwaltet: ein großer Schuldenberg. Archivfoto: red

WEIDENBERG. Weidenberg tritt finanziell gesehen auf der Stelle. So kann man zusammenfassen, was Kämmerer Marco Böhner in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats zum Punkt Haushaltslage, Konsolidierung und Wiedererlangung der finanziellen Leistungsfähigkeit zu berichten hatte.

Zur Erfüllung seiner Pflichtaufgaben werde der Markt „aufgrund der gegebenen Finanzausstattung“ weiterhin auf Stabilisierungshilfen angewiesen sein, heißt es in dem Bericht. Dennoch durfte Bürgermeister Hans Wittauer feststellen, dass man „vernünftig gearbeitet“ habe, es sei viel Investitionsstau abgebaut worden. Insgesamt aber stieg der Schuldenstand zwischen 2014 und 2017 leicht von 13,4 auf 13,6 Millionen Euro, und das trotz Stabilisierungshilfen von 4,8 Millionen Euro, die allerdings für Sondertilgungen einzusetzen gewesen seien.

Auf jeden Weidenberger entfallen 2284 Euro Schulden, weit über dem Landesdurchschnitt von 784 Euro, der zuletzt 2016 festgestellt wurde. Weidenberg erfüllt die Vorgaben des Kommunalen Prüfungsverbands, dennoch sei der Spielraum nicht zufriedenstellend, hieß es in Böhners Bericht. Dass Weidenberg finanziell eigenständig werde, sei bis auf weiteres nicht zu erwarten. „Ernüchternd“ nannte diesen Bericht Marco Regber (SPD). Alle Einsicht in die Sparauflagen bringe offenbar wenig, solange die Ausstattung nicht stimme. Wie andere Gemeinderäte auch, sieht er den Freistaat in der Pflicht.

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