Haspo zum abstiegsbedrohten Vizemeister

Intensiv umkämpft war das Hinspiel zwischen Haspo Bayreuth und TG Landshut. Letztlich setzten sich Gastgeber um Sebastian Schmidt (rechts) mit 25:22 durch. Foto: Peter Kolb

Nach der knappen 23:27-Niederlage im Spitzenspiel beim Tabellenführer TV Erlangen-Bruck eröffnet Haspo Bayreuth am Samstag um 20 Uhr bei der TG Landshut (12.) die Rückrunde in der Männer-Bayernliga. Dabei trifft der Tabellenzweite auf den letztjährigen Vizemeister, doch aktuell haben sich die Leistungskurven stark verschoben.

Während die Bayreuther auf Ausrutscher des souveränen Spitzenreiters aus Erlangen-Bruck hoffen müssen, um noch Meister werden zu können, benötigen die Niederbayern überraschenderweise jeden Punkt, um die Abstiegsgefahr zu bannen. Das Team um die Ex-Bayreuther Milan Sedivec (Trainer) und Julian Ruckdäschel (Spielmacher) steht mit erst sechs Zählern aktuell punktgleich knapp vor den beiden vermutlichen Abstiegsplätzen. Lediglich zu Hause gegen den TSV Lohr (37:29) und das Schlusslicht TSV Ismaning (27:21) sowie beim TSV Ottobeuren (31:27) holte die in der letzten Saison noch so auftrumpfende TG bislang ihre Punkte. Ausschlaggebend für diese Misere dürfte dabei durchaus auch das Hinspiel gewesen sein. Mit dem 25:22 in Bayreuth begann für die Landshuter gleich eine Reihe an ärgerlichen wie knappen Niederlagen, die ihren negativen Höhepunkt definitiv in der fast schon schockierenden 19:31-Heimklatsche gegen den Tabellennachbarn DJK Rimpar II (11.) fand.

Beinahe ein Punkt gegen den Spitzenreiter

Direkt vor der Weihnachtspause wäre den Landshutern aber beinahe ein beachtliches Ausrufezeichen gelungen. In eigener Halle hatte man den nach wie vor verlustpunktfreien Tabellenführer TV Erlangen-Bruck bei der 39:40-Niederlage am Rande eines Punktverlustes. Zwei reaktivierte Leistungsträger dürften damit in enger Verbindung stehen. Rückraumlinks Stefan Axthaler sowie Spielmacher und Abwehrchef Dominik Abeltshauser konnten für ein Comeback gewonnen werden und wollen ihre Mannschaft nun in sicheres Fahrwasser führen. Seit ihrer Rückkehr vor sechs Spieltagen holten die Landshuter immerhin vier ihrer sechs Zähler. Außerdem erzielte Abeltshauser in dieser Zeit beachtliche 33 Tore (5,5 im Schnitt) und wurde von Axthaler mit 36 Treffern sogar noch überboten. Sollten die langzeitverletzten Leistungsträger um Rückraumlinks Matthias Müller und Rückraumrechts Enis Kabashi außerdem ihr geplantes Comeback geben, wartet auf Haspo alles andere als ein Abstiegskandidat.

„Landshut hat seine alte, sehr erfolgreiche Mannschaft wieder zusammen“, weiß auch Haspo-Trainer Michael Werner. „Dieses Team wird in dieser Konstellation nichts mit dem Abstieg zu tun haben und das Feld von hinten aufrollen. Das wird gleich eine richtig große Aufgabe zum Rückrundenstart und wird zeigen, wie weit wir schon sind.“

Haspo-Damen beim Mitabsteiger HG Zirndorf

Nach der doch recht enttäuschenden 22:27-Auswärtsniederlage zum Jahresauftakt beim Tabellenvierten HC Erlangen (4.) steht das Bayernliga-Damenteam von Haspo Bayreuth (7.) am kommenden Samstag um 17 Uhr bereits vor der nächsten hohen Auswärtshürde. Dann gastiert die Mannschaft der beiden Trainer Matthias Starz und Felix Rockenmayer nämlich beim Drittliga-Mitabsteiger und direkten Tabellennachbarn HG Zirndorf (6.).

Das erste Aufeinandertreffen der Saison endete damals mit einer knappen 23:26-Heimniederlage, für die sich die Bayreutherinnen nun revanchieren wollen, auch um gut in die nun beginnende Rückrunde zu kommen.

„Ich erwarte für uns ein sehr schwieriges Spiel“, erläutert Matthias Starz. „Neben einem wirklich starken Gegner werden wir dann nämlich auch erstmalig in dieser Saison ohne Haftmittel spielen müssen. Wenn man seit Monaten alle Abläufe mit Haftmittel trainiert, lässt sich das in einer Woche nicht alles umstellen.“

Zirndorferinnen mit dem drittbesten Angriff

Doch nicht nur das fehlende Haftmittel wird Haspo wohl Schwierigkeiten bereiten. „Die HG Zirndorf gehört vor allem in Angriff zu den Spitzenmannschaften der Liga“, weiß Starz. „Daheim wurde lediglich ein Spiel verloren und kurz vor Weihnachten gelang gegen den HC Erlangen sogar ein 35:22 Kantersieg.“ Tatsächlich stellt die HG mit 340 Saisontreffern aktuell den drittbesten Angriff der Damen-Bayernliga und muss sich in dieser Statistik lediglich hinter Tabellenführer Bergtheim (398) und Erlangen (359) einordnen, die jedoch schon ein Saisonspiel mehr auf dem Konto haben. Die Stärke des Zirndorfer Angriffs ist dabei vor allem die Unberechenbarkeit. Neben der Toptorschützin Marina Raab (59 Tore) erzielten bereits sieben weitere Spielerinnen 20 oder mehr Tore in der Hinrunde.

Aus Sicht von Matthias Starz, der erneut auf die privat verhinderte Spielmacherin Sandra Daschner verzichten muss, ist daher vor allem der eigene Angriff der Schlüssel zum Erfolg bei den Mittelfränkinnen: „Wenn wir es schaffen, die Fehlerzahl im Angriff zu minimieren und außerdem unsere Angriffe bis zur klaren Torchance ausspielen, sehe ich uns in Zirndorf auf keinen Fall chancenlos.“

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