Haspo will Auswärtsfluch besiegen

Gibt in Unterhaching sein Comeback zwischen den Pfosten von Haspo Bayreuth: Trainer Marc Brückner. Der warnte schon im Vorfeld vor den Münchner Vorstädtern. Foto: Peter Kolb

Nachdem der Tabellendritte Haspo Bayreuth am vergangenen Wochenende in der Herren-Bayernliga mit dem 28:25-Heimsieg gegen den SV Anzing (12.) nach drei Niederlagen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden hat, will die Mannschaft der beiden Trainer Michael Werner und Marc Brückner am Samstag um 18.15 Uhr beim TSV Unterhaching (8.) gleich die nächste Scharte auswetzen.

Denn sage und schreibe seit dem 11. November vergangenen Jahres (26:22 in Ismaning) gelang den immerhin mit nur elf Minuspunkten im Spitzenfeld der Liga liegenden Wagnerstädtern auswärts tatsächlich kein Auswärtssieg mehr. In den folgenden vier Auswärtsspielen gelang den Oberfranken lediglich bei der DJK Rimpar II mit dem 23:23-Unentschieden ein Punkt, ehe es im Januar bekanntermaßen drei Auswärtspleiten in Folge gab.

Doch auch die Münchner Vorstädter befinden sich gerade nicht unbedingt in einer Hochphase. Nach einer zwischenzeitlichen Siegesserie im Oktober und November mit fünf Siegen aus sechs Partien sowie dem damit verbundenen Erreichen der Verfolgergruppe in der Bayernliga, setzte es für die Mannschaft von Trainer Christian Sorger immer wieder Rückschläge. Zuletzt kassierten die Oberbayern gar vier Niederlagen am Stück und mussten sich daher auch wieder im breiten, aber noch sicheren Mittelfeld der Liga einreihen.

Trainer Brückner: „Sind aus dem Hinspiel gewarnt“

Im Hinspiel am vierten Spieltag in Bayreuth blitzte die spielerische Qualität der Unterhachinger aber durchaus auf, als man die bis dahin noch verlustpunktfreien Bayreuther ordentlich forderte. Dabei war der Bayreuther 32:26 (16:12)-Heimsieg erst in den Schlussminuten scheinbar deutlich, doch bis zum 28:25 (56.) war der TSV immer auf Augenhöhe. „Wir sind aus dem Hinspiel gewarnt“, sagt daher auch Trainer Brückner. „Unterhaching ist ein Gegner, der wirklich jeder Mannschaft weh tun kann, wenn man sie nur spielen lässt.“

Allen voran Spielmacher Martin Dauhrer, den Haspo im Hinspiel jedoch mit nur zwei Feldtoren relativ kalt stellen konnte, gilt als enorm spielstark und verfügt über einen enormen Zug zum Tor. Außerdem sucht das Zusammenspiel zwischen Dauhrer und Kreisläufer Johannes Borschel ligaweit wohl seinesgleichen, weswegen der Unterhachinger Kreisläufer mit 87 Saisontoren auch intern die Torschützenliste anführt.

Für Durchschlagskraft aus dem rechten, aber speziell aus dem linken Rückraum sorgt beim TSV zudem Philipp Heinle, der Borschel mit 83 Treffern in der Torschützenliste direkt folgt. So wird es in der erster Linie wieder auf eine massive Bayreuther Deckung ankommen, doch genau in dieser wird wahrscheinlich Abwehrspezialist Lars Baldauf krankheitsbedingt fehlen. Darüber hinaus wird Brückner sein Comeback zwischen Pfosten geben, da Valentin Naglik zeitgleich mit der A-Jugend spielt.

„Wir müssen von Beginn an hellwach sein und Unterhaching mit unserer Abwehr unter Druck setzen“, gibt Michael Werner vor. „Wenn uns nicht ein ähnlich guter Start wie gegen Anzing gelingt, kann es in Unterhaching sehr unangenehm werden. Das Ziel ist aber ganz klar, den Auswärtsfluch zu besiegen.“

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