Haspo nimmt gegen Unterhaching Revanche

Der Abschluss über Sebastian Schmidt (Nr. 17) am Kreis gehörte zu den verlässlichsten Varianten im Haspo-Angriff. Dieser Heber erwies sich allerdings als untauglicher Versuch, den starken Torwart Fabian Schmid zu überwinden. Foto: Peter Kolb

Nicht schön, aber erfolgreich: Herren-Bayernligist Haspo Bayreuth musste zwar bis in die Schlusssekunden zittern, doch die anvisierte Revanche für die 22:25-Hinspielpleite gegen den TSV Unterhaching gelang. Gegen nie aufsteckende und physisch starke Gäste glückte ein 28:26 (13:12)-Heimsieg.

Haspo wirkte in der Abwehr nicht so sattelfest wie gewohnt, doch der große Pluspunkt war diesmal ein enorm starkes Nervenkostüm. Insgesamt elf Mal stand es in diesem spannenden Duell zweier kampfstarker Kontrahenten unentschieden. Der Gast, der ohne den verletzten Ex-Bayreuther Thomas Schibschid (Knieverletzung) auskommen musste, hatte mit der 4:1-Führung (6.) einen guten Start hingelegt.

Haspo hingegen wirkte gegen die defensiv ausgerichtete und groß gewachsene Unterhachinger 6:0-Deckung recht ideen- und drucklos. Einzig der antrittschnelle und sehr mannschaftsdienlich spielende David Schreibelmayer fand in der Anfangsphase die eine oder andere Lücke und brachte sein Team beim 5:5 (12.) wieder ins Spiel zurück. Beim 9:8 (22.) übernahmen die Hausherren dann erstmals die Führung und gerieten bis zur Schlusssirene nicht mehr in Rückstand – obwohl der Spielstand stets knapp blieb.

Bayernliga-Toptorschütze Borschel kaltgestellt

Nach dem Seitenwechsel war die Haspo-Abwehr aufmerksamer. So schaltete sie den Bayernliga-Toptorschützen Johannes Borschel (ein Tor) am Kreis fast komplett aus und legte zudem den Grundstein für das gefürchtete Bayreuther Konterspiel. Vor allem die treffsicheren Außen Moritz Beck und Paul Saborowski hatten großen Anteil am Drei-Tore-Vorsprung (18:15) in der 40. Minute. Eine höhere Führung verhinderte der hervorragend aufgelegte Unterhachinger Schlussmann Fabian Schmid. Aber auch Haspo half unter anderem durch drei verworfene Strafwürfe mit, dass der TSV beim 18:18 (44.) wieder zurück in der Partie war.

Doch die Hausherren zeigten erneut Charakter und ließen die Partie nicht kippen. Und das, obwohl sie zehn der letzten zwölf Minuten in Unterzahl agieren mussten. Nun war es Spielmacher Tim Herrmannsdörfer, der zwar beim eigenen Abschluss Pech hatte, aber mit neun Assists und drei Ballgewinnen die Übersicht behielt.

Rote Karte für David Schreibelmayer

So schien das Spiel beim 23:19 (50.) erneut vorentschieden, doch wieder fügte sich der TSV nicht in sein Schicksal. Rückraumlinks Emil Kottmeir, der seine sieben Treffer in der zweiten Halbzeit warf, und Linksaußen Jochanan Hermann (7 Tore) führten die Gäste zum 24:24 (55.), ehe Haspo sich beim 27:25 (59.) erneut auf der Siegerstraße wähnte. Ein Ballverlust leitete jedoch einen TSV-Gegenstoß ein, den Schreibelmayer auf Kosten einer Roten Karte mit Bericht – eine Sperre droht – stoppte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Daniel Batzer zum 27:26. Erst drei Sekunden vor Schluss machte Paul Saborowski den Hemisieg perfekt.

„Es war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben jederzeit gekämpft und uns damit den Sieg verdient“, war Haspo-Trainer Mathias Bracher erleichtert. „Die Grippewelle vergangene Woche hat uns doch mächtig zugesetzt, deshalb bin ich froh, dass es dennoch gereicht hat.“

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