Haspo-Männer erkämpfen Heimsieg

Die gleichbleibend starke Leistung von Torhüter Niklas Pfeifer (gelbes Trikot) war einer der Erfolgsgaranten für Haspo. Bei diesem unbedrängten Gegenstoß von Ferdinand Schmitt (Nr. 6) war er allerdings machtlos. Foto: Peter Kolb

Nach zwei sieglosen Spielen in Folge hat Haspo Bayreuth den zweiten Platz in der Männer-Bayernliga wieder mit einem doppelten Punktgewinn gefestigt. Zum Jahresabschluss gelang gegen den TSV Lohr ein hart erarbeiteter Heimsieg mit 23:20 (9:9), der die Spannung für das nun folgende Gipfeltreffen beim immer noch verlustpunktfreien Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck am 7. Januar aufrechterhält.

Der Erfolg gegen den personell erheblich geschwächten Tabellenachten aus Unterfranken (ohne die Leistungsträger Bohuslav Zeleny und Janis Gremzde) war mehr erkämpft als erspielt. Ein wenig merkte man Haspo wohl doch eine gewisse Verunsicherung aus den letzten beiden Spielen an, zumal die dreiwöchige Spielpause keine Möglichkeit zur Wiedergutmachung geboten hatte. Entsprechend schwer taten sich die Bayreuther in der kompletten ersten Halbzeit. Ab dem 5:4 (18.) legten sie zwar immer ein Tor vor, aber die Gäste hielten stets mit großem Kampfgeist und Moral dagegen. Ihre intensive und unangenehme 6:0-Verteidigung, die von den Zweimetermännern Milan Kralik und Lukas Horky gut organisiert wurde, machte es Haspo lange Zeit sehr schwer, im Positionsangriff Treffer zu erzielen. Zu statisch wirkte das Angriffsspiel, und die wenigen guten Einwurfchancen wurden zudem nicht immer konsequent genutzt. Einer guten eigenen Abwehr mit dem Rückhalt des starken Torhüters Niklas Pfeifer war es zu verdanken, dass Haspo bei Halbzeit nicht im Rückstand lag.

Nach der Pause mutiger und zielstrebiger

In der Pause fanden die Trainer Michael Werner und Marc Brückner offensichtlich die richtigen Worte. Jedenfalls kamen die Bayreuther mutiger und zielstrebiger aus der Kabine. Basis war weiterhin die sattelfeste Abwehr, doch wurde nun jeder Ballgewinn auch konsequent in einen schnellen Gegenangriff umgesetzt. So gelang gleich ein 6:2-Lauf zum 15:11 (38.), der vor allem vom nun wie aufgedreht spielenden Tim Herrmannsdörfer im linken Rückraum herausgeworfen wurde. Als dann auch noch Spielmacher Yannik Meyer-Siebert besser in das Spiel fand und für zusätzliche Durchschlagskraft aus dem Rückraum sorgte, gelang über 19:16 beim 23:18 (57.) trotz eines nie aufsteckenden Gegners eine Vorentscheidung. Auch die Tatsache, dass von drei Siebenmetern kein einziger verwandelt werden konnte, fiel dann nicht mehr ins Gewicht.

„Mit dem Sieg bin ich zufrieden, mit der Art und Weise, wie er zustande kam, jedoch auf keinen Fall“, äußerte sich Trainer Michael Werner nach Spielschluss kritisch. „Was die Mannschaft in der ersten Halbzeit gezeigt hat, ist einfach nicht unser Anspruch. Klar, am Ende zählen die zwei Punkte, aber mit so einer Leistung brauchen wir beim TV Erlangen-Bruck überhaupt gar nicht erst antreten.“

Haspo Bayreuth: Pfeifer, Lehnard – Schalk (1), Nicola (2), Baldauf (1), Herrmannsdörfer (4), Weiss (1), S. Berghammer (3), Rahn (1), Schmidt, Elschner (3), Meyer-Siebert (6), Y. Berghammer, Goeritz (1).

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