Haspo kehrt in die Erfolgsspur zurück

Nicht zu bremsen: Tim Herrmannsdörfer (links) zählte zusammen mit Fabio Nicola zu den erfolgreichsten Bayreuther Schützen. Beide trafen beim 28:25-Erfolg gegen Anzing jeweils sieben Mal. Fotos: Peter Kolb

Nach drei Niederlagen in Folge hatte sich Haspo Bayreuth (3.) am 16. Spieltag in der Herren-Bayernliga gegen den abstiegsbedrohten SV Anzing (12.) einen Heimsieg klar zum Ziel gesetzt. Mit dem 28:25 (16:9) gelang es der Mannschaft der beiden Trainer Marc Brückner und Michael Werner dann auch, wieder in die Erfolgsspur zurück zu finden, allerdings sorgte eine Schwächephase direkt nach dem Seitenwechsel für einen unnötig spannenden Verlauf.

Gerade in der Anfangsphase war den Bayreuthern der unbedingte Wille zur Wiedergutmachung für die beiden letzten schwachen Auftritte in Rothenburg und Landshut deutlich anzumerken. Verbissen und durchaus hart wurde jeder Zweikampf in der Abwehr geführt, und im Angriff war Haspo entschlossen und zielstrebig. Dementsprechend beeindruckt war der SV Anzing in den Anfangsminuten, die Gäste kamen erst in der 22. Minute zu ihrem vierten Treffer (11:4). Bis dahin verunsicherte die offensive und schnellbeinige Bayreuther 3:2:1-Abwehr den Gast immer wieder, der dann auch einen technischen Fehler nach dem anderen produzierte. So führten die Bayreuther über 6:2 (10.) und 11:3 (22.) schon deutlich. Sie konnten sich dabei vor allem auf ihren linken Rückraum verlassen. Egal ob Tim Herrmannsdörfer oder der für ihn eingewechselte Fabio Nicola auf dem Feld standen, die Anzinger Abwehr bekam die Wurfgewalt der beiden besten Bayreuther Schützen nie in den Griff.

Nach der deutlichsten Führung beim 15:7 (29.) und 16:8 (30.) schien Haspo daher auch unaufhaltsam auf dem sicheren Weg zum ersehnten Sieg im ersten Heimspiel des neuen Jahres unterwegs zu sein. Nach dem Seitenwechsel bot sich aber ein ganz anderes Bild. Einige Ungenauigkeiten im eigenen Angriff und nun selbstbewusster aufspielende Anzinger brachten den Gastgeber offensichtlich zum Nachdenken. Mit einem 3:0-Lauf waren die Oberbayern auf 16:12 (35.) heran gekommen, somit schnell wieder im Spiel und Haspo musste sich fast sieben Minuten in der zweiten Halbzeit gedulden, ehe Linksaußen Moritz Beck bei seinem Comeback für den ersten Treffer sorgte (17:12).

Spiel auf Augenhöhe nach dem Seitenwechsel

Dennoch war es danach ein Spiel auf Augenhöhe, auch weil Haspo einige gute Einwurfmöglichkeiten ungenutzt ließ. Über 17:14 (38.) wurde es daher beim 18:16 (40.) sogar richtig ungemütlich, und die Partie drohte den Bayreuthern nach dem dominanten Auftritt in Durchgang eins noch aus der Hand zu gleiten. Genau in diesem Moment war aber erneut Verlass auf den druckvoll spielenden Rückraumlinks Herrmannsdörfer und den mittlerweile auf Rückraumrechts aufgebotenen Nicola. Entweder hielten die beiden Toptorschützen die Gäste mit eigenen Treffern auf Distanz oder brachten ihre Nebenleute in gute Wurfpositionen. So verschafften sich die Bayreuther beim 21:17 (45.) wieder etwas Luft und ließen Anzing auch nicht mehr näher als bis auf drei Tore herankommen.

„Die erste Halbzeit war gerade defensiv ein wirklich tolles Zeichen der Mannschaft nach den letzten schwachen Auftritten“, zeigte sich Trainer Marc Brückner nach Spielschluss erleichtert. „In der zweiten Halbzeit hat man uns dann die aktuelle Verunsicherung angemerkt, doch auch auf diese kritische Phase haben wir gut reagiert und den Sieg verdient unter Dach und Fach gebracht.“

Haspo Bayreuth: Lehnard, Kauffmann; Nicola (7), Baldauf, Herrmannsdörfer (7), Weiß, S. Berghammer (1), Rahn, Schmidt (4), Elschner (2), Klenk, Meyer-Siebert (4/2), Y. Berghammer (1/1), Beck (2).

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