Haspo-Herren: Nur 21:21 gegen Rimpar

Mangelnden Einsatz konnte man keinem der Beteiligten vorwerfen. Haspo-Kreisspieler Sebastian Schmidt erkämpfte einige Siebenmeter und suchte den Erfolg zur Not auch schon mal mit der „falschen“ Hand. Foto: Peter Kolb

Es bleibt dabei: Haspo Bayreuth tut sich in der Herren-Bayernliga gegen die Zweitligareserve der SG DJK Rimpar schwer. Am 19. Spieltag reichte es mit Heimvorteil lediglich zu einem 21:21 (12:11). Dabei stand vor allem die zweite Halbzeit auf so schwachem Niveau, dass tatsächlich keine Mannschaft den Sieg verdient hatte.

In den Reihen von Haspo hatte man allerdings noch mehr Grund, sich über einen Punktverlust zu ärgern. Wie schon beim vorherigen 25:25 in Landshut hatten die Bayreuther gerade in den zweiten 30 Minuten mehrfach die Chance, die Partie vorzuentscheiden. Sie scheiterten dabei aber vor allem an den an diesem Tag augenscheinlich recht eingeschränkten eigenen spielerischen Mitteln.

Dabei hatte die Partie auch ohne den noch immer wegen einer Armverletzung fehlenden Jakob Hoffmanns durchaus vielversprechend begonnen. Das 0:1 markierte den einzigen Rückstand im gesamten Spiel und war schnell in eine 5:2-Führung verwandelt (11.).

Kompakte Haspo-Abwehr

Vor allem wirkte dabei die Haspo-Abwehr extrem kompakt. Sie schaltete den starken Kreisläufer Nicolas Gräsl (2 Tore) fast komplett aus und erstickte so die ebenfalls recht einfältigen Angriffsversuche der Unterfranken meist schon im Keim. Nur den wiedergenesenen Juniorennationalspieler Lukas Siegler bekam die Haspo-Deckung nie in den Griff. Der 18-Jährige im linken Rückraum erzielte im ersten Durchgang von den elf Treffern der Gäste allein nicht weniger als acht.

Dennoch führte Haspo bis zum 10:7 (24.) konstant mit drei Toren, ehe sich die eigene Angriffsflaute bereits leicht andeutete. Zudem war die frühe und sehr fragliche zweite Zeitstrafe gegen Kreisläufer Sebastian Schmidt problematisch, die sich vor allem auf die zweite Welle negativ auszuwirken schien.

In die zweite Halbzeit starteten die Bayreuther mit einer Manndeckung gegen Siegler und brachten so tatsächlich auch das Angriffsspiel der Gäste weitgehend zum Erliegen. So ließ man in den ersten zwölf Minuten lediglich zwei Rimparer Treffer zu. Trotzdem konnte sich Haspo zu diesem Zeitpunkt aber nur auf 17:13 (42.) absetzen.

Begegnung wird zu reinem Kampfspiel

Viele Fehlpässe und technische Fehler auf beiden Seiten ließen nun ohnehin kaum noch einen Spielfluss zu, und so verkam die Begegnung zu einem reinen Kampfspiel, wie man es eigentlich nur aus dem Abstiegskampf kennt. Einzige Konstante im Haspo-Spiel war noch die recht sichere Siebenmeterausbeute von Michael Neumaier, der bei seinen sechs Treffern aber auch zwei Mal am guten Rimparer Schlussmann Markus Leikauf scheiterte.

So schmolz die Führung über 18:15 (48.) und 19:18 (54.) bis zum 20:20-Ausgleich. 54 Sekunden vor dem Ende war Haspo in Ballbesitz, und ein Kraftakt von Neumaier bescherte die erneute Führung. Rimpar hatte aber noch 20 Sekunden Zeit und nutzte sie recht unbehelligt drei Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich.

„Ich bin heute wirklich enttäuscht. Es war eines unserer schwächsten Spiele überhaupt, seitdem ich hier Trainer in Bayreuth bin“, konnte sich Haspo-Trainer Mathias Bracher kaum mit dem Teilerfolg anfreunden. „Wir hatten mehrfach die Chance, das Spiel zu entscheiden. Wer jedoch in eigener Halle nur 21 Tore wirft, der gewinnt auch nur recht selten.“

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